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Jürgen Klinsmann trifft in Köln auf das DFB-Team
Trainer Jürgen Klinsmann schied mit den USA gegen Belgien aus © imago

Jürgen Klinsmann hat einen Tag nach dem WM-Aus mit der Nationalmannschaft der USA ein positives Fazit gezogen, akzeptiert aber auch kritische Stimmen.

"Nun wird uns keiner mehr unterschätzen. Wir haben uns Respekt erarbeitet und sind definitiv auf dem richtigen Weg", sagte der Schwabe nach dem 1: 2 nach Verlängerung gegen Belgien, ergänzte aber auch: "Wenn du im Achtelfinale ausscheidest, heißt die Erkenntnis: Du hast noch viel Arbeit vor dir."

Dies sei "eher eine Frage der Mentalität als des Talents. Wir haben oft noch zu viel Respekt. Wir hätten das Spiel in den letzten 15 Minuten der Verlängerung noch drehen können. Aber wieso haben wir nicht vorher so gespielt?"

Insgesamt sei seine zweite WM nach der mit Gastgeber Deutschland 2006 "eine ganz besondere Zeit" gewesen, "aber Kritik ist völlig okay".

Auch für die Spieler sei es wichtig "zu lernen, mit Kritik umzugehen. Das zeigt auch, dass sie den Menschen nicht egal sind. Und wenn du schlecht gespielt hast, müssen die Leute dir das auch sagen."

Zur Kritik gehöre "eben auch der Trainer", sagte der 49-Jährige und bedankte sich trotz teilweise heftigem Gegenwind sogar bei den Journalisten "für den respektvollen Umgang".

Die Art, wie das US-Team aufgetreten sei, "hat die Menschen stolz gemacht", versicherte Klinsmann, "und hat in Südamerika oder Europa einige überrascht. Viele Menschen aus Spanien, Italien oder Deutschland haben mir gesagt: Wow, Ihr ward noch nie so nahe dran, die Großen zu schlagen. Das muss uns ermutigen machen weiterzumachen."

Ermutigend sei auch die Euphorie in der Heimat.

"Wir freuen uns zu sehen, dass der Fußball in den USA vor dem Durchbruch steht", meinte der Coach: "Es ist außergewöhnlich, was sich in den letzten Wochen entwickelt hat." Klinsmann stellte immer wieder klar, dass der Fußball weiter wachsen müsse: "Aber wir wollen den anderen großen amerikanischen Sportarten nichts wegnehmen."

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