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Bixente Lizarazu wurde mit Frankreich 1998 Weltmeister © getty

Der ehemalige Welt- und Europameister Bixente Lizarazu kann die Entscheidung von Bundestrainer Joachim Löw nicht nachvollziehen, in der Viererkette mit vier Innenverteidigern zu spielen.

"Ich finde es seltsam, mit vier Innenverteidigern in der Viererkette zu spielen. Auf den Außen brauchst du Spieler, die gut mit dem Ball umgehen können und gut flanken können. Philipp Lahm müsste aus meiner Sicht außen spielen", sagte der Franzose im Interview mit "Sport bild online".

Vor dem WM-Viertelfinale zwischen dem dreimaligen Weltmeister Deutschland und Frankreich am Freitag (ab 17.30 Uhr im LIVE-TICKER und auf SPORT1.fm) in Rio de Janeiro sieht der 44-Jährige die DFB-Auswahl dennoch in der Favoritenrolle.

"Deutschland ist Favorit. Es war in den vergangenen Jahren bei allen Turnieren immer unter den besten Vier. Dazu verfügt die Mannschaft über eine große Erfahrung. Mit Manuel Neuer hat Deutschland den besten Torwart der Welt und Thomas Müller einen Stürmer, der sehr, sehr gut spielt, immer eine Lösung findet", sagte Lizarazu, der mit Bayern München die Champions League und sechs deutsche Meisterschaften gewann.

Allerdings muss sich das Löw-Team gegenüber dem Achtelfinale gegen Algerien (2:1 n.V.) steigern: "Es war zwar spektakulär zu sehen, wie Manuel Neuer gespielt hat. Wie früher Franz Beckenbauer als Libero. Aber es zeigte auch, welche großen Probleme Deutschland hat, zwischen Angriff und Abwehr die richtige Balance zu finden. Wenn Deutschland keine Lösung findet, diese Probleme abzustellen, wird Frankreich sehr gefährlich für Deutschland werden."

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