Beim Skandal um illegal verkaufte WM-Eintrittskarten ist ein hochrangiges Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees ins Blickfeld der Ermittler geraten.

Im Internet kursieren Fotos, die eine angeblich bei der "Operation Julio Rimet" sichergestellte Eintrittskarte zeigen: Auf dieser ist der Name Humberto Mario Grondona zu sehen.

Der Sohn des argentinischen Verbandspräsidenten Julio Humberto Grondona verneinte jedoch eine direkte Verwicklung in den Fall.

Sein Vater sitzt bereits seit 1988 Exekutiv-Komitee und ist Senior-Vizepräsident der FIFA.

Grondona jr. bestätigte gegenüber dem argentinischen TV-Sender "TyC", dass ihm die FIFA für alle Spiele bis zum Viertelfinale je vier Tickets sowie für Halbfinale und Endspiel je zwei Karten reserviert habe, er diese jedoch kaufen müsse.

"Ich habe einen guten Freund in Argentinien, dem ich einige Tickets verkauft habe, und dieser hat die Karten einem anderen Freund weitergeben. Was die dann mit den Karten gemacht haben, weiß ich nicht", berichtete der Funktionärs-Sohn.

Die FIFA bekräftigte am Freitag noch einmal die Androhung von Strafen für den Fall, dass gegen das Verbot des Weiterverkaufs von Tickets außerhalb der offiziellen FIFA-Verkaufskanäle verstoßen werde.

"Wir müssen noch feststellen, woher die Karten stammen und über welche Wege sie rausgingen", bestätigte FIFA-Pressesprecherin Delia Fischer, die erklärte: "Die Personen können zur Verantwortung gezogen werden. Dann werden Karten für alle weiteren Spiele gesperrt."

Hier gibt es alles zur WM 2014

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel