Der langjährige deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl hat auf den Tag genau 60 Jahre nach dem "Wunder von Bern" die Sepp-Herberger-Ausstellung im Mannheimer Luisenpark besucht.

Begleitet wurde Kohl bei seinem Rundgang unter anderem von Weltmeister Horst Eckel, dem ehemaligen Bundesaußenminister Klaus Kinkel und mehreren Vertretern des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Kohl erinnerte sich daran, wie er 1954 als 24-Jähriger bei einem Freund vor dem Radio das WM-Finale gegen Ungarn (3:2) verfolgt hatte.

"Diese Elf um Sepp Herberger war eine großartige Mannschaft. Der Sieg vor 60 Jahren war viel mehr als ein Fußballspiel. Es war ein Ereignis für alle Deutschen. Es war in jenen Jahren das größte Gemeinschaftserlebnis der Deutschen in Ost und West. Es hat unserem Selbstwertgefühl gut getan, und es hat viel für Deutschlands Ansehen in der Welt getan", sagte Kohl.

Der 82 Jahre alte Eckel hob den Teamgeist der Mannschaft von 1954 hervor.

"Für Sepp Herberger war es wichtig, dass nicht nur die Einzelspieler groß raus kommen, sondern dass die Mannschaft das erreicht", sagte der damals jüngste WM-Spieler.

Der 4. Juli 1954 sei in seinem Kopf "festgeschrieben worden", so Eckel.

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