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Vom WM-Aus für Neymar erzürnt: Mehmet Scholl (Bildquelle: ARD) © intern

ARD-Experte Mehmet Scholl hat nach Brasiliens 2:1-Sieg im Viertelfinale gegen Kolumbien Schiedsrichter Carlos Velasco Carballo aus Spanien und Vorgaben der FIFA an die Unparteiischen hart kritisiert.

"Ich bin sauer, dass Schiedsrichter nicht die Vorgabe haben, brutale Fouls zu bestrafen", schimpfte Scholl: "Das ist nicht mehr mein Sport."

Geärgert hatte sich der frühere Profi vom FC Bayern München über ein Foul des Kolumbiers Juan Zuniga an Brasiliens Superstar Neymar.

Zuniga hatte Neymar in der 87. Minute mit dem Knie am unteren Rücken getroffen. Neymar musste mit großen Schmerzen vom Platz getragen und ins Krankenhaus gebracht werden. Dort wurde ein Wirbelbruch festgestellt, der Superstar wird bei der Endrunde nicht mehr zum Einsatz kommen (News).

Schiedsrichter Carballo hatte das vorsätzliche Foul zwar gepfiffen, aber keine persönliche Strafe gegen Zuniga ausgesprochen. Scholl, der als starker Techniker in seiner Karriere selber oft gefoult wurde, forderte mehr Schutz für die Stars.

"Wenn die Kleinen vernichtet werden, haben wir ein Problem. Dann ist das nicht mehr meine Sportart. Das war ein Gladiatorenkampf, kein Spiel. Es ist kein Zufall, dass Spieler wie Mesut Özil bei dieser Weltmeisterschaft nicht zum Zug kommen", schimpfte er.

Insgesamt begingen beide Teams 54 Foulspiele, was einen Höchstwert bei einer Weltmeisterschaft bedeutete. Scholl verglich das Spiel mit einem "Gladiatorenkampf".

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