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Pierre Littbarski bestitt insgesamt 73 A-Länderspiele für Deutschland © getty

Geht es nach Pierre Littbarski, wären die Niederlande der undankbarste Gegner für die deutsche Nationalelf in einem möglichen WM-Finale.

"Vor Brasilien und Argentinien habe ich keine Angst", sagte der ehemalige Nationalspieler und Weltmeister von 1990 einen Tag nach dem 1:0 der DFB-Elf im Viertelfinale gegen Frankreich und drei Tage vor dem Halbfinale gegen Brasilien zu SPORT1.fm:

"Holland ist der unangenehmste Gegner, den wir kriegen können - schon wegen der Kombination van Gaal/Robben."

Besonders in der Offensive verfüge die Elftal über "große Qualität", so Littbarski: "Van Persie und Robben machen aus nichts Tore, mit Huntelaar können sie dann sogar noch nachlegen."

Zudem hätten die Niederländer den Deutschen schon in der Vergangenheit immer wieder Probleme bereitet.

"Mit den Holländern sind noch ein paar Rechnungen offen, da werden die alten Geschichten wieder ausgepackt. Die können uns ärgern", erklärte Littbarski.

Am Spiel der Argentinier, die sich im Viertelfinale mit 1:0 gegen Belgien durchgesetzt hatten, bemängelte der 54-Jährige vor allem die Abhängigkeit von Einzelspielern wie Lionel Messi oder Angel di Maria.

"Di Maria ist unheimlich wichtig für die Mannschaft. Er ist vielleicht nicht der Torgefährlichste, aber extrem gut im Umschaltspiel. Er bindet immer wieder mehrere Spieler und reißt Löcher für Higuain und Messi", sagte Littbarski über den Flügelflitzer von Real Madrid, der gegen Belgien verletzt ausgewechselt werden musste, und fügte hinzu:

"Sein Ausfall wäre eine erhebliche Schwächung für Argentinien."

Auch zum Foul des Kolumbianers Juan Zuniga am Brasilianer Neymar beim 2:1-Sieg des Gastgebers im Viertelfinale und dem vorzeitigen WM-Aus des Superstars äußerte sich Littbarski.

"Nach dem ersten Eindruck dachte ich, es sei ein normaler Zweikampf gewesen. In der Zeitlupe hat man dann gesehen, wie das Knie vorne rausgeht. Hätte der Schiedsrichter das gesehen, hätte er mit Sicherheit Gelb oder Rot gegeben. Aber diese Hilfe hatte er nun mal nicht", sagte der 73-malige Nationalspieler.

Das komplette Interview gibt's hier:

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