Der Chefmedizinier der FIFA hat sich in scharfer Form gegen die Kritik von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere an den Dopingkontrollen bei der WM verwahrt.

"Herr de Maiziere hat mich persönlich angegriffen, das ist mir noch nie passiert", sagte Jiri Dvorak am Montag auf der täglichen Pressekonferenz der FIFA.

De Maiziere hatte die Kontrollen der FIFA als unglaubwürdig bezeichnet.

Der Tscheche nannte die Anmerkungen des Bundesinnenmister "unverantwortlich". Er könne sich die Aussagen allein dadurch erklären, dass sie "in der Hitze des Gefechts" gefallen seien. Er lade de Maiziere ein, sich die "richtigen Informationen zu holen".

Nach der Pressekonferenz bat Dvorak die anwesenden Journalisten, seine Worte doch bitte abzuschwächen.

Das Wort "unverantwortlich" sei vielleicht ein wenig zu hart gewesen.

De Maiziere hatte vor eine Woche im einem Gespräch mit dem SID die Ant-Doping-Maßnahmen der FIFA sehr kritisch beurteilt.

"Es fällt auf, dass es keine positiven Dopingfälle gibt - trotz der Hitze, trotz des begeisternden Fußballs", sagte er und fügte hinzu: "Schon die Wahrscheinlichkeit und die Analogie zu großen Sportereignissen spricht dagegen."

Zudem hatte er die FIFA als "insgesamt reformfähig und reformbedürftig" bezeichnet.

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