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Matthias Steiner holte 2008 in Peking Gold im Gewichtheben © getty

Der Olympiasieger sichert sich die nächsten Medaillen für seine Sammlung. Matthias Steiner gewinnt bei der EM in Minsk Bronze und Siber.

München/Minsk - 600 Tage nach seinem Sieg bei den Olympischen Spielen in Peking ist Matthias Steiner eindrucksvoll auf die internationale Bühne zurückgekehrt.

Rund einen Monat nach der Geburt seines Sohnes gewann der Gewichtheber aus Heidelberg bei den Europameisterschaften in Minsk die Bronzemedaille im Zweikampf und musste sich dabei nur dem russischem Olympiazweiten Jewgeni Tschigischew und Ruben Aleksanyan aus Armenien geschlagen geben.

Der zweite deutsche Starter im Superschwergewicht, Almir Velagic, verpasste eine Medaille als Vierter nur knapp.

Silber im Stoßen

"Ich bin sehr zufrieden. Allerdings habe ich gemerkt, dass ich gerade im Reißen noch viel Arbeit vor mir habe", sagte Steiner.

Steiner bewältigte eine Gesamtlast von 426 kg, davon 190 kg im Reißen. In seiner Paradedisziplin, dem Stoßen holte der 27-Jährige mit 236 kg die Silbermedaille. Bei Olympia hatte Steiner allerdings noch 461 kg bewältigt.

Vize-Europameister Velagic steigerte seine persönliche Bestleistung im Zweikampf um 5 auf 425 kg, und sicherte sich sich mit 190 kg die Bronzemedaille im Reißen.

Mantek: "Gelungener Einstieg"

Bundestrainer Frank Mantek zeigte sich mit dem Abschneiden Steiners zufrieden: "Der Einstieg ist gelungen. Man hat allerdings auch gesehen, dass wir noch Arbeit vor uns haben".

Mantek hatte bereits vor den kontinentalen Wettkämpfen die Erwartungen gedämpft, und eine Medaille, "aber keinen Sieg erwartet". Steiner hatte die EM im Vorfeld als "Standortbestimmung" bezeichnet.

Leisten-OP stoppt Steiner

Wegen einer Leisten-Operation hatte der gebürtige Österreicher nach den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr sowohl die EM als auch die WM verpasst.

Seitdem war Steiner, der am 14. März erstmals Vater geworden war, nur bei einigen Bundesliga-Wettkämpfen angetreten. Sein einziger bedeutsamer Wettkampf in dieser Zeit war sein Sieg bei den deutschen Meisterschaften im Oktober vergangenen Jahres.

Schöppe mit persönlicher Bestleistung

Bereits am Donnerstag war der deutsche Meister Andre Winter in der Klasse bis 77 kg auf dem zehnten Platz gelandet.

Die einzige deutsche Starterin in der Frauen-Konkurrenz, Kathleen Schöppe, hatte am Samstag im Superschwergewicht einen guten sechsten Platz im Zweikampf belegt.

Die 27 Jahre alte Sportsoldatin kam auf einen Zweikampf-Wert von 235 kg, wobei sie mit 133 kg im Stoßen (102 kg im Reißen) ihre persönliche Bestleistung einstellte.

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