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Frank Mantek (l.) war erster Gratulant bei Matthias Steiners Gold-Jubel in Peking © getty

Gewichtheber-Bundestrainer Frank Mantek weist die Kritik von Werner Franke am Umfeld von Olympia-Held Matthias Steiner zurück.

Leipzig - Als eine "kaum zu überbietende Unverschämtheit" hat Gewichtheber-Bundestrainer Frank Mantek die Kritik von Doping-Experte Werner Franke am Umfeld von Olympia-Held Matthias Steiner zurückgewiesen.

In der "Bild am Sonntag" sagte Mantek, Franke habe mit "völlig haltlosen Vermutungen und Halbwahrheiten" Steiner und ihn in ein falschen Licht gesetzt.

Ferner habe er "den Eindruck erweckt, dass unser Olympiasieg mit unlauteren Mitteln und Methoden erreicht wurde. Ich weiß, dass Matthias sauber war - das ist so, wird immer so bleiben und ist über viele Anti-Dopingkontrollen nachgewiesen."

Franke hatte Mantek vorgeworfen, "der Zweithöchst-Gedopte der DDR-Geschichte" gewesen zu sein (DOSB wehrt sich gegen Verunglimpfungen) .

Mantek kenne die kurzen Wege zur Leistungssteigerung, darum habe er, Franke, seine Zweifel. Zudem bezeichnete der Heidelberger Molekular-Biologe die Dopingkontrollen als "notorisch unintelligent."

Mantek sieht sich als Opfer

Mantek gab erneut zu, in seiner aktiven Zeit Ende der 70er Jahre Dopingmittel erhalten zu haben, sah sich aber damals als Opfer und nicht als Täter.

Der für den Leistungssport zuständige Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber (BVDG), Jürgen Lippmann, bezeichnete dies als "alte Kamellen. Als Mantek Anfang der 90er Jahre Cheftrainer wurde, war dies bekannt und wurde diskutiert. Mantek war nie in verantwortlicher Position, als Doping verabreicht wurde."

Umbach stützt seinen Cheftrainer

Zuvor hatte sich bereits BVDG-Präsident Claus Umbach hinter seinen Cheftrainer und dessen Musterschüler Steiner gestellt:

"Mantek kämpft seit vielen Jahren Seite an Seite mit uns weltweit für einen sauberen Sport und hat international auch zahlreiche Vorschläge für bessere Dopingkontrollen im Gewichtheben eingebracht. Es gibt nicht den geringsten Grund, die Leistungen von Steiner und Mantek anzuzweifeln."

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