Superschwergewichtler Almir Velagic aus Speyer hat den Männern des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber (BVDG) auf den letzten Drücker doch noch die erhofften drei Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2012 in London gesichert.

Am Schlusstag der WM in Paris zeigte der Vize-Europameister von 2009 in der Gewichtsklasse über 105 kg eine souveräne Vorstellung und siegte in der Gruppe B ohne Fehlversuch mit einer Zweikampfleistung von 411 kg (183 kg im Reißen/228 kg im Stoßen). Damit landete Velagic insgesamt auf dem neunen Rang.

Gold und Silber gingen an die Iraner Behdad Salimikordasiabi (464/214/250) und Sajjad Anoushiravani (439/198/241), Bronze gewann der Südkoreaner Jeon Sang-Guen (433/192/241). Der erfolgreiche Titelverteidiger Salimikordasiabi stellte mit 214 kg im Reißen einen neuen Weltrekord auf.

"Es ist für mich eine riesige Erleichterung, das für die Mannschaft geschafft zu haben, zumal ich vor einem Jahr bei der WM in Antalya wegen einer Verletzung ohne Punkte geblieben bin", sagte Velagic, der seinem Team die entscheidenden Punkte in der für die Olympia-Qualifikation ausschlaggebenden Nationenwertung sicherte.

"Wir sind definitiv dabei, ich bin so stolz auf das gesamte Team", sagte Cheftrainer Frank Mantek, dem ein gewaltiger Stein vom Herzen fiel. Vor den Männern hatten sich die deutschen Frauen bereits am Donnerstag zwei Startplätze für London gesichert.

Hinter der erfolgreichen Qualifikation der deutschen Männer-Auswahl hatten im Vorfeld der WM viele Fragezeichen gestanden. Mantek musste die "Mission Impossible" ohne Olympiasieger Matthias Steiner (Reha nach Knie-OP) und Ex-Europameister Jürgen Spieß (Oberschenkelverletzung) angehen.

Am Samstag hatte zudem Superschwergewichtler Alexander Prochorow wegen einer Rückenverletzung kurzfristig aussetzen müssen.

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