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Alexander Cejka holte sich 2006 auf der PGA- Tour beim John Deere Classic den 3.Platz © getty

Alexander Cejka behauptet die Führung und ist seinem ersten Triumph auf der US-Tour ganz Nahe. Tiger Woods in Lauerstellung.

Ponte Vedra Beach - Den Sieg vor Augen, aber den Tiger im Nacken: Alexander Cejka ist auf dem Weg zum größten Triumph seiner 20-jährigen Profi-Karriere. (Cejka lässt alle hinter sich)

Der Münchner führt vor dem Finale der Players Championship in Ponte Vedra Beach vor Superstar Tiger Woods.

Auf der Schlussrunde kommt es dann zum Showdown, denn Cejka spielt in einem Flight mit dem Amerikaner, der auf dem zweiten Platz mit fünf Schlägen Rückstand auf Cejka (205 Schläge) eine sechsköpfige Verfolgergruppe (210) anführt.

"Der Druck wird für mich höher sein. Aber ich werde meinen Job machen", sagte Cejka, der zuvor zweimal zusammen mit Woods spielte. "Damals ist es ganz gut gelaufen." Bei den British Open 1996 hatte er die Schlussrunde gegen den damals 20 Jahre alten Amateur Woods mit 67 zu 70 Schlägen gewonnen.

"Ich mache mich nicht verrückt"

"Das ist lange her, hier wird es härter. Es ist vielleicht hilfreich, dem besten Spieler zuzusehen. Ich werde mich auf mein Spiel konzentrieren und ihn arbeiten lassen", sagte Cejka. "Verrückt mache ich mich aber nicht. Ich werde die Nacht vor dem Spiel wie immer verbringen - mit japanischem Essen, einer Dusche und bei einigen Sitcoms vor dem Fernseher."

Einen Fünf-Schläge-Vorsprung als Spitzenreiter eines Turniers hatte der gebürtige Tscheche noch nie, doch dass dies gegen Woods keine Garantie ist, weiß er genau.

Im vergangenen Monat hatte der Weltranglistenerste bei seinem einzigen Saisonsieg nach monatelanger Verletzungspause beim Bay-Hill-Turniers seinem ebenfalls mit fünf Schlägen Vorsprung führenden Landsmann Sean O'Hill den Sieg noch streitig gemacht.

Woods holt auf

In Ponte Vedra Beach konnte Woods am dritten Tag zwei Schläge auf Cejka aufholen und vom 22. auf den zweiten Platz vorrücken.

"Ich bin wieder zurück im Spiel. Das hier ist wirklich das fünfte Major Turnier des Jahres, und so muss man es spielen", sagte Woods nach seiner 70er-Runde.

Cejka erkämpfte auf der Sawgrass-Anlage eine Par-72-Runde: "Ich habe wie ein Pitbull gekämpft, um unter Par zu bleiben. Am Ende ist mir noch ein Birdie am letzten Loch gelungen. Wenn es nun auf der letzten Runde wieder Windgeschwindigkeiten über 60 Stundenkilometer gibt, wird es schwierig. Ich will versuchen, so zu spielen, wie an den letzten drei Tagen."

Kaymer macht Plätze gut

Der in Marienbad geborene Tscheche geht mit dem Handicap einer Handblessur ins Finale. "Es ist nicht hundertprozentig in Ordnung, aber das wird keine Entschuldigung für schlechte Schläge sein. Ich habe fünf Schläge Vorsprung, und Woods braucht Birdies", sagt Cejka. Der letzte seiner vier Triumphe auf der Europa Tour liegt bereits sieben Jahre zurück.

Eine Aufholjagd bei dem mit 9,5 Millionen Dollar dotierten PGA-Turnier in Florida startete Martin Kaymer (Mettmann). Der Rheinländer verbesserte sich um 44 Plätze auf den 17. Rang - allerdings lag er acht Schläge hinter Cejka zurück.

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