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Martin Kaymer scheiterte zuletzt bei den US Open um einen Schlag am Cut © getty

Die deutschen Top-Golfer wollen in München einen Heimsieg einfahren. Die Titelverteidigung wäre für Kaymer eine "Riesensache".

München - Martin Kaymer will seinen Titel erfolgreich verteidigen und damit für eine weitere Premiere sorgen, Lokalmatador Bernhard Langer bei seinem 19. Anlauf endlich den ersten Sieg erringen.

Die beiden deutschen Top-Golfer haben sich bei der 21. Auflage der BMW International Open in München-Eichenried hohe Ziele gesetzt.

"Die Erwartungshaltung ist sehr hoch, aber von einer Last will ich nicht sprechen. Ich sehe das locker. Ich bin nach München gekommen, um wieder zu gewinnen", sagte der 24-jährige Kaymer vor dem Start.

Bei dem mit zwei Millionen Euro dotierten Turnier spielen von Donnerstag bis Sonntag 156 Golf-Profis um den Siegerscheck in Höhe von 333.330 Euro.

Bisher noch keine Titelverteidigung in München

Der Senkrechtstarter aus Mettmann hatte 2008 als erster Deutscher überhaupt die Veranstaltung gewonnen.

Den Titel konnte in der Münchner Turnier-Historie jedoch bisher noch kein Spieler erfolgreich verteidigen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Das wäre eine Riesensache für mich", sagte Kaymer, der sich vor dem ersten Abschlag noch einmal gerne an seinen Triumph im vergangenen Jahr erinnerte: "Bei meiner Ankunft kamen sofort wieder Emtionen hoch. Ich habe die Gedanken an den Sieg im Kopf und hoffe, dass wieder Ähnliches passiert."

Langer will wieder angreifen

Derartige Glücksmomente blieben Langer in München bisher immer verwehrt.

18 Mal nahm er an der BMW International Open teil, über fünf zweite Plätze kam der 51-jährige Schwabe aber bisher nicht hinaus.

Nun will der zweifache Masters-Gewinner, der seit einem Jahr überwiegend auf der Senior Champions Tour startet und deren Klassement anführt, erneut angreifen.

Stenson gilt als Favorit

Allerdings wartet auf Langer und Kaymer, der in diesem Jahr noch keinen Turniersieg landen konnte und etwas stagniert ("Es ging zuletzt nicht mehr so richtig nach vorne. Es fehlt etwas die Konstanz"), starke Konkurrenz.

Der Schwede Henrik Stenson, derzeit Fünfter der Weltrangliste und zuletzt bei der US Open Neunter, führt die Liste der Favoriten an.

Kaymer selbst hat zudem noch den jungen Nordiren Rory McIlroy (16./10.), den Amerikaner John Daly als München-Sieger von 2001 und Langer auf der Rechnung: "Bernhard hat immer gute Chancen."

Auch Cejka, Siem und Strüver dabei

Zudem starten in München Spieler wie Ryder-Cup-Kapitän Colin Montgomerie (Schottland), Retief Goosen (Südafrika), Miguel Angel Jimenez (Spanien), Luke Donald (England), Paul Lawrie (Schottland) und der Schwede Niclas Fasth.

Neben Kaymer und Langer sind aus Deutschland unter anderem Alexander Cejka (München), Marcel Siem (Ratingen) und Sven Strüver (Hamburg) dabei.

Dass es in München seit Tagen regnet und der Platz entsprechend weich ist, stört Kaymer nicht besonders.

Nach der "Regenschlacht" kann Kaymer nichts mehr schocken

Nach der "Regenschlacht" bei der US Open (Kaymer geht bei "Regenspielen" unter) könne ihn "gar nichts mehr schocken. Außerdem spiele ich gerne bei so einem Wetter. Eigentlich hat da keiner so richtig Lust. Aber wenn man konzentriert und geduldig bleibt, hat man gute Chancen."

Am Mittwoch stand für Kaymer zunächst der Spaß im Vordergrund.

Bei der sogenannten Pro-Am-Challenge spielte er mit Ex-Nationalkeeper Oliver Kahn, Formel-1-Pilot Nick Heidfeld und Ski-Ass Felix Neureuther in einem Flight.

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