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Bernhard Langer (r.) zusammen mit dem diesjährigen Sieger Nick Dougherty © getty

Bernhard Langer schließt seine 20. Teilnahme in München nicht aus. Der Sieger Dougherty entschuldigt sich bei den deutschen Fans.

Von Conny Konzack

München - Auch bei der 21. Auflage der BMW International Open in München bleibt es dabei: Noch kein Golf-Profi konnte seinen Titel verteidigen - diesmal verpasste Martin Kaymer sogar den Cut.

Außerdem gab es einen neuen Gewinner der 333.330 Euro Siegprämie:

Der Engländer Nick Dougherty, der seine Karriere als eine "Achterbahn" bezeichnet, konnte am letzten Tag im Münchner Golfclub Eichenried "nach zwei Jahren fürchterlichem Golf endlich mal zeigen, was ich drauf habe".

Der smarte Sunnyboy aus Sunningdale, der früher des Öfteren mal um die Häuser zog, siegte mit einem Punkt Vorsprung und 266 Schlägen vor Rafa Echenique (267).

Echenique gelingt "Albatross"

Dem Argentinier gelang mit seinem letzten Schlag auf dem 18. Loch ein äußerst seltener "Albatross" mit drei Schlägen unter Par.

Dritter wurde der Südafrikaner Retief Goosen (270).

Der als Mitfavorit in die letzte Runde gegangene Bernhard Langer (Langer träumt vom Heimsieg) erwischte im Gegensatz zu seinem Super-Samstag (65er Runde) keinen guten Tag (Langer bleibt nur Sieger der Herzen).

"Putts wollten einfach nicht fallen"

Zu Sport1.de sagte der mit 51 Jahren älteste Profi (Bernhard Langer im Sport1.de Interview):

"Die Putts wollten einfach nicht fallen, aber ich hatte eine tolle Golfwoche und wenn ich fit bin, werde ich in München 2010 auch meinen 20. Versuch starten, hier nach fünf zweiten Plätzen vielleicht doch noch einmal zu gewinnen"

"Der Platz in Eichenried liegt mir und spielerisch habe ich ja bewiesen, dass ich mit den Youngsters noch mithalten kann", berichtet Langer.

Langer lobt den Sieger

Zu Sieger Dougherty sagte der Deutsche:

"Er ist nach wie vor eines der größten europäischen Talente. Wie Martin Kaymer fehlte ihm bisher nur die Konstanz. Ich habe selten einen Golfer so gut putten sehen wie den Nick."

Dass er trotz eines verpatzten Schlages an Loch sechs dennoch mit acht Schlägen unter Par am letzten Tag gewinnen konnte, spräche für seine Klasse.

Doughertys Lebenswandel

Die untermauerte der sympathische Engländer, der mit der Münchner Journalistin und früheren Rennfahrerin Lili Reisenbichler eng befreundet ist, durch seinen neuen Lebenswandel.

"Ich bin früher in der Tat oft ausgegangen und war etwas faul. Aber seitdem ich mein Leben geordnet habe und regelmäßig mit meinen Freund Ron und John zum Fitness gehe, fühle ich mich auch für größere Taten fit." Will heißen: Einen Major-Sieg!

Dougherty hat harte Zeiten hinter sich:

"Einmal wusste ich, dass ich das Talent habe, konnte es aber nie so richtig umsetzen. Und zum anderen hat mich der Tod meiner Mutter letzten Herbst etwas aus der Bahn gebracht ? da ist mein ganzes Leben regelrecht kollabiert. Diesen schönsten Sieg widme ich ihr jetzt."

Entschuldigung bei den deutschen Fans

Für Langer hatte er auch noch lobende Worte parat:

"Ich entschuldige mich bei den deutschen Fans, die sicher ihren Bernhard hätten siegen sehen wollen. Jedenfalls hat er unheimlich viel Beifall bekommen ? die Deutschen verstehen was vom Golf, denn Bernhard ist nach wie vor ein Vorzeige-Athlet. Aber er hat ja eigentlich auch schon genug gewonnen."

Dass der Augsburger auch in Zukunft wieder bei den Youngsters mitmischen werde, schloß er aber aus:

"Nein, nein, das mache ich nur noch ein paar Mal im Jahr. Vor allem hier in München und bei meinem eigenen Turnier im September in Köln. Sonst spiele ich nur noch auf der Champions-Tour der über 50 -Jährigen."

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