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Martin Kaymer stellte in der ersten Runde von Paris einen Platzrekord auf © getty

Im Stechen von Paris behält Deutschlands Golf-Hoffnung Martin Kaymer die Nerven und gewinnt die Open de France.

Paris - Mit einem Putt ins Glück hat Martin Kaymer in Paris den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. 25 Jahre nach dem Sieg des Golf-Idols Bernhard Langer gewann der 24-Jährige die Open de France im Stechen gegen den viermaligen Ryder-Cup-Sieger Lee Westwood (England).

Kaymer kassierte sein persönliches Rekordpreisgeld von 666.660 Euro und rückt in der Weltrangliste von Platz 28 in die Top 20 vor.

"Dieser Sieg ist etwas ganz Besonderes für mich. So hoch habe ich noch nie gestanden. Die Weltrangliste ist sehr wichtig für mich. Ich habe in dieser Woche großartig geputtet und fast von überall getroffen", sagte Kaymer.

Showdown an Loch 18

Nachdem beide Spieler mit 271 Schlägen ins Klubhaus gekommen waren, kam es zum Showdown an Loch 18 (Par 4).

Kaymer kam mit Glück aus dem Rough über ein Wasserhindernis, Westwood dagegen spielte den Ball erst ins Wasser und anschließend hinter ein Werbeschild.

Seinen Putt zum Bogey setzte Westwood aus zehn Metern rechts vorbei, Kaymer lochte aus 6,5 Metern zum Par ein und holte seinen dritten Sieg auf der Tour.

Der Shootingstar aus Mettmann hatte 2008 die BMW Open in München und die Abu Dhabi Championship gewonnen. (Alle Golf-News)

Vor dem Stechen hatte Kaymer, der in diesem Jahr bei elf Turnierstarts insgesamt 515.694 Euro eingespielt hatte, Nerven gezeigt.

Frühere Entscheidung verpasst

Westwood war bereits im Klubhaus, als Kaymer schlaggleich die letzten vier Löcher in Angriff nahm. Er spielte jeweils ein Par und verpasste damit eine frühere Entscheidung.

"Ich hatte einige gute Chancen, am Ende hab ich gewonnen. Das zählt", sagte Kaymer. Am ersten Tag hatte er mit einer 62 den Platzrekord des Spaniers Severiano Ballesteros (1985) eingestellt.

Bernhard Langer hatte das Turnier zwar 1984 gewonnen, aber zweimal im Stechen den Kürzeren gezogen: 1990 gegen Philip Walton, 1996 gegen Robert Allenby.

Zweiter Sieger nach Langer

Kaymer ist der zweite deutsche Sieger des Traditionsturniers. Und dies, obwohl er auf den ersten Runden noch mit starken Schmerzen zu kämpfen hatte.

Blasen am Fuß zwangen ihn sogar dazu, Löcher in seine Schuhe zu schneiden. Sein Preisgeld ist nun höher als bei den bisherigen Siegen zusammen.

Bei schwülem Wetter und Temperaturen um 27 Grad Celsius hatte Routinier Westwood (29 Turniersiege) mit einer 65er-Runde am Sonntag zu Kaymer aufgeschlossen, der eine 68 spielte. (Kaymer als Zweiter auf die Schlussrunde) .

Somit wiesen beide Spieler nach vier Runden 271 Schläge (- 13) auf. Der Argentinier Rafa Echenique, Führender vor der Schlussrunde, fiel mit einer 77 auf den geteilten 13. Platz zurück.

Marcel Siem (Ratingen) war in der französischen Hauptstadt aufgrund einer Verletzung im Brustbereich nach einer 81 zum Auftakt schon zur zweiten Runde nicht mehr angetreten. (Kaymer unter Schmerzen zum Platzrekord)

Er hatte nach der ersten Runde den letzten Platz unter 155 Teilnehmern belegt.

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