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Martin Kaymer hat in diesem Jahr rund 1,5 Millionen Euro eingespielt © getty

Bei den British Open schwächelt Martin Kaymer auf der dritten Runde. Sein bestes Ergebnis bei einem Major ist dennoch in Sicht.

Turnberry - Golf-Express Martin Kaymer (Kaymers (neuer) Kosmos) ist nach zwei Turniersiegen in Folge und Platz 14 bei Halbzeit der 138. British Open gehörig ins Stocken geraten.

Der 24-Jährige aus Mettmann spielte am dritten Tag auf dem Par-70-Küstenkurs im schottischen Turnberry nur eine 74 und verlor damit die Führenden aus den Augen. Mit insgesamt 213 Schlägen fiel der Aufsteiger vom 14. auf den 27. Platz zurück.

Bei sieben Schlägen Rückstand auf die Spitze hat Kaymer praktisch keine Chance mehr, bei seinem siebten Major-Start den ersten Triumph zu feiern.

Starke Finish von Watson

Die beste Ausgangsposition vor der Schlussrunde am Sonntag auf dem Ailsa Course von Turnberry verschaffte sich Altmeister Tom Watson, der seine große britische Fangemeinde entlang der Fairways weiter in Atem hielt.

Der 59-Jährige, fünfmalige Champion bei der British Open und zudem ältester Spitzenreiter aller Zeiten bei einem der vier Major-Turniere, erkämpfte sich mit späten Birdies an der 16 und 17 die alleinige Führung zurück.

Watson verwies mit dem starken Finish den Australier Matthew Goggin und den Engländer Ross Fisher noch um einen Schlag auf Rang zwei.

Drei Bogeys, ein Eagle

Als Martin Kaymer um 14.00 Uhr Ortszeit am ersten Abschlag stand, war zumindest der Wettergott noch auf seiner Seite.

Die Sonne leuchtete entlang der schottischen Küste und der Wind hielt sich zurück. Doch auf den Fairways brauten sich für den jungen Deutschen schnell erste dunkle Wolken zusammen.

Bogeys an Loch 2, 3 und 6 machten schon früh Kaymers Ambitionen ein Ende. Hoffnung keimte noch einmal auf, als er mit einem Eagle an der 7 wieder auf Par fürs Turnier kam.

Bestes Ergebnis im Blick

Doch postwendend fing sich der Weltranglistenelfte an der 8 wieder ein Bogey an. Am Ende waren es insgesamt acht, mehr als an den beiden ersten Tagen zusammen (5). Nur zwei Birdies an der 9 und 17 waren zu wenig, um den Kontakt nach ganz oben zu halten.

Trotz des Rückschlags am Samstag hat Martin Kaymer aber noch sein bislang bestes Major-Ergebnis im Visier.

Im vergangenen Jahr hatte er bei der US Open den 53. Rang belegt, viermal war er am Cut nach zwei Runden gescheitert. Hinzu kam ein 80. Platz bei der British Open 2008.

"Das war ein schwarzer Tag"

Einen desolaten Arbeitstag verbrachte Titelverteidiger Padraig Harrington.

Der Ire, der seinen dritten British-Open-Sieg in Folge feiern wollte, startete zwar hoffnungsvoll mit einem Birdie, doch fünf Birdies und ein Doppel-Bogey warfen ihn bis auf den geteilten 64. Rang zurück.

"Das war ein schwarzer Tag. Ich habe einige falsche Entscheidungen getroffen", sagte Harrington, der nach der "Open" eine zweiwöchige Turnierpause einlegen wird.

Topfavorit Tiger Woods (USA) war am Freitag (Kaymer schafft den Cut - Woods ist raus) erst zum zweiten Mal in seiner Karriere am Cut eines Majors gescheitert.

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