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Martin Kaymer wurde zum German PGA Player of the Year 2006 gewählt © getty

Die British Open beendet Kaymer mit seinem besten Major-Ergebnis. Den Sieger ermitteln Cink und "Golf-Opa" Watson im Stechen.

Turnberry - "Golf-Opa" Tom Watson hat bei den 138. British Open einen historischen Sieg knapp verpasst.

Der 59 Jahre alte US-Altmeister unterlag im schottischen Turnberry erst im Stechen nach vier Löchern gegen seinen 23 Jahre jüngeren Landsmann Stewart Cink.

Bei einem Erfolg wäre Watson zum ältesten Major-Sieger aller Zeiten avanciert. Für Cink war es unterdessen der erste Major-Triumph im 50. Anlauf. Als Siegprämie kassierte er 866.557 Euro.

Nach vier Runden lagen beide Spieler beim ältesten Turnier der Welt auf dem schweren Par-70-Dünenkurs mit 278 Schlägen gleichauf.

Im Stechen nutzte Cink die Fehler seines Kontrahenten am ersten und dritten Extra-Loch, nachdem Watson am 18. Loch in der vierten Runde den Putt zum möglichen Sieg knapp neben das Loch gesetzt hatte.

Watson hätte Boros ablösen können

Für Watson wäre es der sechste Sieg bei den Open und der neunte Major-Titel gewesen. Zuletzt hatte er das Turnier 1983 gewonnen.

Zugleich hätte Watson seinen Landsmann Julius Boros abgelöst, der 1968 im Alter von 48 Jahren die US PGA Championship gewonnen hatte.

"Das ist unfassbar. Es war eine unglaubliche Erfahrung für mich, ein wundervolles Turnier auf einem wundervollen Kurs zu spielen - gegen Tom Watson. Er hat die Zeit zurückgedreht. Ich wäre schon glücklich gewesen, dies nur miterleben zu dürfen. Es wäre egal gewesen, wenn ich nicht gewonnen hätte", sagte Cink.

Als Cink den entscheidenden Ball im Stechen einlochte, dachte der deutsche Shootingstar Martin Kaymer nach seinem geteilten 34. Platz schon an den wohlverdienten Urlaub.

Der Geheimfavorit aus Mettmann erfüllte zwar die hohen Erwartungen nicht ganz (Kaymer schwächelt in Runde drei), doch nach einer 72er-Runde zum Abschluss und 285 Schlägen freute sich der 24-Jährige über das beste Major-Ergebnis seiner Karriere.

"Erst einmal die Beine hochlegen"

"Es war schon sehr viel Golf in letzter Zeit. Ich freue mich darauf, jetzt erst einmal die Beine hochzulegen", sagte Kaymer, der nach seinen Turniersiegen in Paris und bei den Scottish Open jetzt zwei Wochen Pause einlegen wird, um wieder zu Kräften zu kommen.

Kaymer wurde seiner Rolle als Geheimfavorit zwar nicht gerecht, doch unzufrieden war Deutschlands neuer Golfstar nicht (Kaymers (neuer) Kosmos).

"Im letzten Jahr war ich auf Platz 80, da wollte ich mich hier auf jeden Fall verbessern." Das ist ihm trotz vier Bogeys bei nur zwei Birdies zum Abschluss gelungen.

Schwierige Vorbereitung

Dabei war seine Vorbereitung alles andere als optimal verlaufen. Der Weltranglistenelfte erlebte eine unruhige Nacht und klagte über Übelkeit.

"Ich weiß nicht, woher das kam, vielleicht von den Anstrengungen in den letzten Wochen. Da war ich heute ganz schön schlapp", meinte Kaymer.

Bei zuvor sechs Major-Starts hatte er als bestes Resultat Rang 53 bei den US Open 2008 belegt. Viermal war Kaymer am Cut nach zwei Runden gescheitert.

Harrington verpasst den Titel-Hattrick deutlich

Derweil hat Padraig Harrington den Titel-Hattrick deutlich verpasst.

Der Ire beendete nach seinen Siegen 2007 und 2008 mit 292 Schlägen das Turnier nur auf dem geteilten 65. Platz und war wie in den vergangenen Monaten von seiner Bestform weit entfernt.

Als die Entscheidung an Schottlands Westküste fiel, hatte Top-Favorit Tiger Woods nach seinem verpassten Cut im Privatjet längst die Heimreise angetreten (Kaymer schafft den Cut - Woods ist raus).

"Ich habe zu viele Fehler gemacht. Das kann man sich bei einem Major nicht erlauben, wenn man den Cut schaffen oder gar das Turnier gewinnen will", erklärte Woods, der erst zum zweiten Mal in seiner Karriere bei einem Major die Qualifikation für die beiden Schlussrunden verpasst hatte.

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