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Triumph auf Triumph folgt: 14 Major-Siege, 77 US-Tour-Siege, 25 weltweit, neunmal Gewinner der Geldrangliste, 623 Wochen lang Nummer eins der Welt
Tiger Woods gewann in seiner Karriere 70 PGA-Turniere © getty

Beim letzten Major-Turnier des Jahres in Minnesota gelingt dem Weltranglistenersten ein Auftakt nach Maß. Kaymer startet solide.

Chaska - Golf-Superstar Tiger Woods zeigte der Konkurrenz gleich zum Auftakt die Krallen, und Frühaufsteher Martin Kaymer erwischte einen soliden Start in die 91. US-PGA-Championship.

Woods, mit seinem Turniersieg in Akron selbstbewusst angereist, legte auf dem superlangen Par-72-Kurs im Hazeltine Golf Club von Chaska/Minnesota eine 67 vor und setzte sich damit an die Spitze des 156-köpfigen Feldes vor seinen Flightpartner und Titelverteidiger Padraig Harrington aus Irland (68).

"Ich habe den Ball heute gut getroffen und auch wirklich gute Putts gespielt", sagte der 33-Jährige Woods, der seinen 15. Major-Erfolg anpeilt und damit den Rückstand auf den in der ewigen Rangliste führenden Jack Nicklaus (18) weiter verkürzen könnte.

Solider Auftakt für Kaymer

Das vierte und letzte Major des Jahres hat Woods bereits viermal gewonnen (1999, 2000, 2006 und 2007).

Ordentlich aus den Startlöchern kam der neue deutsche Hoffnungsträger Martin Kaymer, der im Vorjahr bei seiner ersten Teilnahme am Cut gescheitert war.

Nach drei Bogeys und zwei Birdies zeichnete der 24-Jährige aus Mettmann eine 73 auf der Scorecard ab und befand sich damit auf dem geteilten 44. Rang.

Höhepunkt seiner Runde war der Birdie an der 13, dem mit 223 Metern längsten Par-3-Loch des Platzes, das mit 7017 Metern auch der längste der Major-Geschichte ist.

Harrington wíll Revanche

Ein packendes Duell lieferte Padraig Harrington dem Topfavoriten. Der Ire liebt die direkte Auseinandersetzung mit dem Weltranglistenersten.

"Wenn Du so etwas nicht willst, solltest Du kein Golf spielen", sagte der dreimalige Major-Sieger, "mich treibt das an. Du musst auf ein höheres Level. Das ist es, was ich mag."

In der Vorwoche in Akron war Harrington noch an Woods und den eigenen Nerven gescheitert. Ein Blackout am 16. Loch der Schlussrunde, als er als Spitzenreiter einen Schlag ins Wasser beförderte und einen Triple-Bogey produzierte, hatte ihn um die Siegchance gebracht.

Woods machte den K.o. mit einem Birdie und einer Drei-Schläge-Führung perfekt. Harrington blieb am Ende "nur" der geteilte zweite Platz.

Kampfansage an Woods

Doch Harrington glaubt nicht an Nachwirkungen. "Das war sicher keine großartige Leistung, aber auch keine Katastrophe", sagte der 37-Jährige, der Woods nach seiner Niederlage schon vorgewarnt hatte:

"Wir werden uns noch einige Male bekämpfen." Entsprechend zufrieden war der Ire mit seinem Auftakt: "68 Schläge sind ein guter Start, ich darüber sehr glücklich."

Daly muss aufgeben

Beendet war das mit 7,5 Millionen Dollar dotierte Turnier bereits am Donnerstag für John Daly. Der Amerikaner, der durch Eskapaden, aber auch sportliche Leistungen immer wieder für Schlagzeilen sorgt, musste wegen Rückenschmerzen nach seiner 78er-Auftaktrunde aufgeben.

Der 43-Jährige hatte das Turnier 1991 gewonnen und damit seinen ersten Major-Erfolg gefeiert. Dem Überraschungssieg folgte 1995 im "Mekka" St. Andrews der Triumph bei der British Open.

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