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Martin Kaymers bestes Ergebnis bei einem Major war der 34. Platz bei den British Open 2009 © getty

Beim Major-Turnier in Minnesota macht Martin Kaymer 26 Plätze gut - trotz einiger Bogeys. Tiger Woods setzt sich vorne klar ab.

Chaska - Im Schatten der beeindruckenden One-Man-Show von Superstar Tiger Woods hat sich Deutschlands Golf-Hoffnung Martin Kaymer bei der 91. US-PGA-Championship zur Halbzeit in die Top Ten gekämpft.

Sowohl der US-Amerikaner, der auf dem Par-72-Kurs in Chaska/Minnesota seinen 15. Major-Titel anpeilt, als auch der 24-Jährige aus Mettmann glänzten auf der zweiten Runde im Hazeltine Golf Club trotz des auffrischenden Windes mit 70er Runden. (Zum Auftakt am Donnerstag)

Kaymer gelang damit im Leaderboard nach seiner soliden 73 am Vortag der Sprung vom 35. auf den geteilten neunten Rang.

Woods baut Führung aus

Der gebürtige Düsseldorfer hat nun sechs Schläge Rückstand auf Woods, der seine Führung nach seiner bogeyfreien 67 zum Auftakt und fünf Birdies sowie drei Bogeys auf der zweiten Runde souverän auf vier Schläge ausbaute.

"Mit dem starken Wind war es sehr schwierig. Man konnte nicht sehr aggressiv spielen", kommentierte der 33-jährige Woods die schwierigen Bedingungen bei dem Turnier, das er bereits viermal (1999, 2000, 2006 und 2007) gewinnen konnte. Böen von 40 km/h fegten zeitweise über den 7017 Meter langen Kurs.

Kaymer trotzte wie Woods dem Wind. Dabei ließ er sich auch von einem Bogey zum Auftakt nicht aus dem Konzept bringen und notierte insgesamt sechs Birdies.

Eine noch bessere Platzierung verspielte Kaymer auf den Bahnen zehn bis zwölf, wo er drei Bogeys nacheinander spielte. Der Sieger der French und Scottish Open zeigte sich aber unbeeindruckt und lochte auf den Bahnen 14 und 15 wieder zum Birdie ein.

Titelverteidiger auf Platz zwei

Anders als Kaymer wurde die Konkurrenz beim mit 7,5 Millionen Dollar dotierten letzten Major des Jahres von den tückischen Böen durcheinander gewirbelt.

So benötigte Titelverteidiger Padraig Harrington nach seiner 68 zum Auftakt 73 Schläge, blieb aber auf dem geteilten zweiten Platz.

"Wenn Tiger das Golf spielt, das er drauf hat, wird er gewinnen", sagte der Ire nach der beeindruckenden Vorstellung des Weltranglistenersten, "aber wenn ich mein Golf spiele, kann ich ihn hoffentlich noch ein wenig ärgern."

Gleichauf mit Harrington hoffen Vijay Singh (Fidschi), Lucas Glover (USA), Brendan Jones (Australien) und Ross Fisher (England) auf einen Patzer des Superstars.

"Tiger" will den 15. Titel

Der große Favorit warnte vor einer Wind-Lotterie am Wochenende: "Ich bin wirklich gut drauf, aber wer weiß - wenn der Wind weiter so bläst, kann noch viel passieren."

Die Statistik spricht allerdings eindeutig für ihn: Bei acht Major-Turnieren ist Woods bislang als Spitzenreiter auf die beiden Schlussrunden gegangen - und trug jedes Mal den Sieg davon.

Mit einem möglichen 15. Triumph bei einem Major könnte Woods den Rückstand in der auf den in der ewigen Rangliste führenden Jack Nicklaus (18) weiter verkürzen.

Garcia verpasst den Cut

Eine bittere Enttäuschung auf der zweiten Runde erlebte indes Sergio Garcia. Der Spanier, der vor zehn Jahren als Tour-Neuling bei diesem Turnier Tiger Woods nach einem spannenden Duell knapp unterlegen war, verpasste als 81. mit 149 (71+78) Schlägen um einen Schlag den Cut.

Damit wartet der 29-Jährige weiter auf seinen ersten Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier.

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