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Martin Kaymer gewann 2009 nacheinander die Turniere in Paris und Glasgow © getty

Am dritten Tag des Majors in Chaska erobert Martin Kaymer Platz acht. Woods büßt an Vorsprung ein, baut aber auf einen Nimbus.

Chaska - Der Tiger ganz zahm, der Titelverteidiger mit Schwächen und der deutsche Golf-Aufsteiger Martin Kaymer als Achter weiter im Aufwind:

Die Schlussrunde der 91. US-PGA-Championship auf dem superlangen Par-72-Kurs in Chaska/Minnesota verspricht Hochspannung.

Verantworlich dafür zeichnete ein Trio: US-Superstar Tiger Woods konnte seine auf der ersten Runde eroberte Führung beim letzten Major-Turnier des Jahres zwar mit einer 71 erfolgreich verteidigen, büßte allerdings mit insgesamt 208 Schlägen zwei Schläge Vorsprung ein.

Harrington und Yong-Eun auf der Lauer

Die Schwäche des Favoriten konnte Padraig Harrington nicht nutzen. Der Vorjahressieger hatte zwar zwischenzeitlich einen Vier-Schläge-Rückstand gegenüber Woods aufgeholt, doch nach einem Bogey an der 18 hatte der Ire plötzlich wieder zwei Schläge Rückstand.

Gleichauf mit Harrington lag der südkoreanische Überraschungsmann Yang Yong-Eun, der sich mit einer 67 nach oben katapultierte. Der Lohn war die gemeinsame vierte Runde am Sonntag mit Woods.

Sein bestes Resultat bei einem Major-Turnier hatte unterdessen Martin Kaymer vor Augen. Der 24-Jährige aus Mettmann, der bei den großen Turnieren bislang noch nicht seine Klasse unter Beweis stellen konnte, kletterte mit einer 71 und insgesamt 214 Schlägen um einen Rang auf den achten Rang.

Doppel-Bogey am zweiten Loch

Am Vortag hatte er sich mit einer 70 einen Sprung vom 44. auf den neunten Platz gemacht.

Bislang war Platz 34 bei der British Open im Juli im schottischen Turnberry die beste Major-Platzierung für den Rheinländer, der in diesem Jahr bereits die French- und die Scottish-Open gewonnen hatte.

Sechs Birdies standen am Samstag vier Bogeys und ein Doppel-Bogey am zweiten Loch gegenüber.

"Nur einen Fehler gemacht"

Im Klubhaus nahm Tiger Woods die unaufgeregte Runde gelassen.

"Ich habe nur einen Fehler am vierten Loch gemacht. Ansonsten war meine Scorekarte in Ordnung. Ich habe sehr konservativ und konstant gespielt", sagte der 33-jährige Kalifornier, der als Führender vor der Schlussrunde noch nie ein Major verloren hat.

In Chaska peilt Woods seinen 15. Erfolg bei einem der vier großen Turniere an, dann würden ihm nur noch drei zum "ewigen" Spitzenreiter Jack Nicklaus fehlen.

Voraussage: Verschärfte Bedingungen

Verhindern will dies vor allem das Verfolgerduo. Harrington allerdings haderte mit dem Ende seiner dritten Runde.

"Das war ein enttäuschendes Finale", sagte der 37-Jährige, der auf dem mit 7017 Metern längsten Platz der Major-Geschichte wie die Konkurrenten mit starken Winden zu kämpfen hatte. Für den Schlusstag sagten die Meteorologen sogar noch verschärfte Bedingungen voraus.

Yang, der Anfang März in Florida erstmals auf der US-Tour erfolgreich war, sieht seine Chancen im direkten Duell mit dem wohl besten Golfer aller Zeiten realistisch. "Ich habe erst ein Turnier gewonnen, er schon 70, also stehen meine Chancen 1:70. Aber ich werde es versuchen", sagte der 37-Jährige aus Seoul.

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