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"Mister Consistency" ist der Spitzname von Bernhard Langer © getty

18 Jahre spielte Bernhard Langer keine Runde so schlecht wie am dritten Tag der Mercedes-Benz Championship in Köln-Pulheim.

Pulheim - Nach seiner schlechtesten Runde seit mehr als 18 Jahren konnte Deutschlands Golfstar Bernhard Langer nur noch fassungslos den Kopf schütteln.

Beim Triumphzug des Schweden Robert Karlsson spielte der Turnier-Gastgeber aus Anhausen am dritten Tag der Mercedes-Benz Championship in Pulheim bei Köln nach neun Bogeys nur eine enttäuschende 81.

Mit 227 Schlägen (70+76+81) fiel der 51-Jährige vom 35. auf den 62. Platz im 77-köpfigen Feld zurück. Zuletzt hatte Langer am 1. April 1990 im kalifornischen Pebble Beach mit einer 83 eine noch schwächere Runde ins Klubhaus gebracht.

"Nichts hat geklappt"

"Heute hat aber auch gar nichts geklappt", sagte der zweimalige US-Masterssieger (1985 und 1993) sichtlich geknickt, "die langen Schläge waren schlecht, die kurzen miserabel und die Putts habe ich nicht gelocht. So kann auch nichts anderes herauskommen."

Langer, der sein eigenes Turnier als Rekordsieger bislang viermal gewonnen hat, war mit Platz sieben aussichtsreich gestartet, aber bereits am Freitag mit einer 76 zurückgefallen.

Karlsson drei Schläge vorn

An der Spitze setzt Karlsson zu einem Alleingang an. Der 39-Jährige mit Wohnsitz in Monaco, der in der kommenden Woche auch beim Ryder Cup in Louisville/Kentucky für Europa an den Start gehen wird, spielte eine 67, kassierte nachträglich nach einer Videoanalyse aber noch einen Strafschlag, weil er auf dem zweiten Grün den Ball vor dem Put bereits leicht touchiert hatte.

Mit 204 Schlägen lag der zweifache Familienvater damit vor der Schlussrunde der mit 2,0 Millionen Euro dotierten Konkurrenz drei Schläge vor dem Italiener Francesco Molinari und dem Franzosen Jean-Francois Lucquin. Für Karlsson wäre es der dritte Erfolg in Deutschland nach seinen Siegen 2006 auf Gut Kaden und 1997 in München.

Siem und Kaymer Zehnte

Beste eines deutschen Quartetts waren gemeinsam auf Rang zehn der Ratinger Marcel Siem und Shootingstar Martin Kaymer. 55. mit 223 Schlägen war der Hamburger Sven Strüver.

Siem spielte am Samstag eine 72 und hatte damit ebenso 212 Schläge auf dem Konto wie Kaymer, dem mit einer 68 seine beste Runde in Pulheim glückte. Der 23-Jährige hatte einen Top-10-Platz vor Turnierbeginn als Ziel angegeben.

Kaymer will angreifen

"Jetzt werde ich am Sonntag nochmal angreifen, um meinen Platz zu sichern", sagte der zweimalige Saisonsieger Martin Kaymer, der am 533 Meter langen Loch 7 einen Bogey kassierte, dafür aber mit einem Eagle an der 13 konterte.

"So etwas motiviert für die letzten Löcher", so der Rheinländer, der seine erste Teilnahme am Ryder Cup nur hauchdünn verpasst hatte. Kaymer wurde aber von Teamkapitän Nick Faldo als Ersatzmann nominiert und wird Anfang der Woche die Reise nach Kentucky antreten.

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