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Martin Kaymer gewann im Juni 2008 als erster Deutscher die BMW International Open © getty

Nach siebenwöchiger Verletzungspause steht Martin Kaymer vorm Comeback. Kaymer will beim Castello Masters wieder eingreifen.

München - Der Fuß ist wieder gesund - nun kann der neue deutsche Golfstar Martin Kaymer rechtzeitig vor dem Millionenspiel in Dubai wieder angreifen.

Sieben Wochen nach dem bei einem Kart-Unfall erlittenen Fußbruch wird der 24-Jährige aus Mettmann ab Donnerstag beim Castello Masters im spanischen Castellon sein Comeback geben.

"Mein Arzt hat mir gesagt, dass ich wieder fit bin, den Fuß wieder belasten und normal spielen kann", sagte der Weltranglisten-12., der sich nach dem Unfall einer Operation unterziehen musste.

Kometenhafter Aufstieg

Für Kaymer wurde die Rückkehr höchste Zeit, denn in seiner Abwesenheit hat der kometenhafte Aufsteiger seinen ersten Platz im sogenannten "Race to Dubai" verloren.

Mit einer Jahres-Gewinnsumme von 1.982.055 Euro nach Turniersiegen in Schottland und Frankreich hatte Kaymer in der europäischen Geldrangliste die Pole Position erobert, um am Arabischen Golf große Kasse zu machen.

Insgesamt rund zehn Millionen Euro werden beim Saisonfinale vom 19. bis 22. November in Dubai ausgeschüttet.

Sollte Martin Kaymer in Dubai gewinnen, würde er für den Sieg und Platz eins in der Endabrechnung im "Race to Dubai" insgesamt rund 1,85 Millionen Euro kassieren.

Kaymer hat Geduld

Vor dem Castellon Masters belegt Martin Kaymer den dritten Platz. Überholt wurde er in seiner Abwesenheit vom ehemaligen englischen Ryder-Cup-Gewinner Lee Westwood (2.241.940) und dem jungen Nordiren Rory McIlroy (2.032.695).

Die besten 60 der Rangliste dürfen in Dubai abschlagen.

"Hoffentlich habe ich schnell wieder die Form, die ich vor meiner Verletzung hatte", sagt Martin Kaymer, "da habe ich großartig gespielt."

Aber der Hobby-Fußballer will sich in Geduld üben: "Wenn es nicht sofort klappen sollte, kann ich immer noch andere Turniere und auch in Dubai selbst gewinnen. Wichtig ist jetzt erst einmal, dass mein Fuß in dieser Woche hundertprozentig hält."

Unfall ist abgehakt

Den Kart-Unfall im Urlaub in Scottsdale/Arizona hat Martin Kaymer abgehakt: "Natürlich habe ich mich geärgert, aber ich kann mit 24 Jahren nicht den ganzen Tag zu Hause sitzen. Ein bisschen Spaß muss auch sein", sagte er bei "spox.com".

Er werde in nächster Zeit "riskante Sachen vermeiden", aber wohl auch weiter Kart- oder Skifahren. "Solche Sachen passieren einfach, das Leben geht weiter", so Kaymer.

Verständnis für Martin Kaymer hat Erwin Langer, der Bruder und Manager des deutschen Golf-Idols Bernhard Langer:

"Ich kann doch auch dem Bernhard nicht verbieten, auf die Skipiste zu gehen. Das macht ihm einfach viel zu viel Spaß. Das gehört einfach dazu."

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