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"Forbes" schätzte Tiger Woods' Werbewert vor der Negativpublicity auf 600 Mio. Dollar ein © getty

Die Sponsoren rücken von Tiger Woods ab, der US-Kongress denkt über dessen "Würde und Eleganz" nach. Ein Physiker macht Kasse.

New York - Dem Sport-Milliardär Tiger Woods geht es nach immer neuen Enthüllungen über sein angeblich recht ausschweifendes Privatleben jetzt auch ans Geld.

Das US-Fernsehen zeigte seit dem 29. November keinen einzigen Werbespot des Superstars, einer seiner Hauptsponsoren stoppte die Produktion des Fitness-Getränks "Tiger Focus".

Ausrüster Nike steht Woods bislang noch treu zur Seite, doch sagte der Golfer seinen Auftritt als Trauzeuge bei der Hochzeit seines persönlichen Nike-Betreuers am kommenden Wochenende ab.

Auch im US-Kongress unten durch

Im sogenannten "Davie Brown Index", der in den USA den Werbewert von Prominenten darstellt, ist Woods nach seinem nächtlichen Autounfall und den folgenden pikanten Details über seine angeblichen Affären vom sechsten auf den 24. Platz abgerutscht.

Auch im US-Kongress ist Woods offenbar unten durch. Der Abgeordnete Joe Baca teilte mit, man werde die Absicht, dem Sportler die Kongress-Medaille in Gold zu verleihen, noch einmal überdenken.

Die Auszeichnung sollte Woods' "Dienst an der Nation" ehren, die "Würde und Eleganz, mit der er Hindernisse überwunden hat" - darüber will der Kongress nach den Ereignissen der letzten Tage nun noch einmal neu befinden.

Dr. Gribbin macht Reibach

Wenigstens die Reparatur für seinen kaputten Cadillac Esplanade muss Woods nicht aus eigener Tasche bezahlen. Der Hersteller teilte mit, die Kosten gingen "aufs Haus", und stellte Woods sogleich ein neues Modell zur Verfügung.

Derweil freut sich der britische Wissenschaftler Dr. John Gribbin, weil die Verkaufszahlen seines 1999 erschienenen Buches "Get a Grip on Physics" in den letzten Tagen in ungeahnte Höhen schnellten.

Das Buch lag in Woods' Unfallauto im Fußraum hinter dem Fahrersitz und war auf Fotos deutlich zu sehen. Beim Internet-Buchhändler Amazon verbesserte sich der kleine Physik-Leitfaden des 63 Jahre alten Astrophysikers aus Essex daraufhin in der Bestseller-Wertung von Platz 396.224 auf 2268 und ist mittlerweile ausverkauft.

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