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Martin Kaymer war beim Ryders Cup in Louisville nur Zuschauer © getty

Mit einem Bogey am 17. Loch verspielt Martin Kaymer einen Triumph in St. Andrews. Die Entscheidung fällt im Stechen.

St. Andrews - Martin Kaymer aus Mettmann hat in der "Wiege des Golfsports" trotz familiärer Hilfe seinen dritten Sieg auf der Europa-Tour knapp verpasst.

Der 23-Jährige, der gemeinsam mit seinem Bruder Philipp spielte und seinen Vater als Caddie dabei hatte, belegte bei der ausgezeichnet besetzten Links-Meisterschaft auf den schottischen Küstenkursen in St. Andrews, Carnoustie und Kingbarns den geteilten zweiten Platz.

Nach einem spannenden Finale kam Kaymer auf 278 Schläge und musste sich im Stechen am ersten Extraloch geschlagen geben. Er kassierte ein Preisgeld von 284.439 Euro.

Kaymer verspielt Sieg am 17. Loch

Den Sieg und die Prämie von 541.811 Euro holte der Schwede Robert Karlsson, der im September bereits die Mercedes-Benz-Championship in Pulheim gewonnen hatte. Der Engländer Ross Fisher belegte mit Kaymer Rang zwei.

Der Rheinländer war als Spitzenreiter auf die Schlussrunde auf dem legendären Old Course in St. Andrews gegangen.

Nach seinem vierten Birdie des Tages an der 14 lag er wieder gemeinsam mit Karlsson und Fisher in Führung.

Nachdem Kaymer durch ein Birdie am 16. Loch in Führung gegangen war, verspielte er den Vorteil durch ein Bogey am 17. Loch jedoch wieder.

In den Top Ten

Kaymer bewies auf allen drei Plätzen, dass er nachhaltig in der Weltspitze angelangt ist. Am 20. Januar hatte er in Abu Dhabi sein erstes Turnier gewonnen, es folgte der spektakuläre Sieg bei der BMW International Open in München, als erster Deutscher überhaupt.

In der europäischen Geldrangliste rangiert er in den Top 10 und hatte zudem nur hauchdünn die Teilnahme am Ryder Cup verpasst.

Die Links-Meisterschaft war mit 3,55 Millionen Euro dotiert.

Siem muss zittern

Nicht ins Geld kam Marcel Siem. Der Ratinger verfehlte mit 226 Schlägen nach enttäuschenden Runden von 81 und 77 Schlägen am Freitag und Samstag wie auch der Südafrikaner Ernie Els (225) die Qualifikation für die Schlussrunde um fünf Schläge.

Damit vergab der 28-jährige Siem auch die Chance, wichtige Euros im Kampf um die Teilnahme am Tour-Finale im spanischen Valderrama zu sammeln.

Nur die besten 60 der europäischen Geldrangliste nehmen teil, vor der Links-Meisterschaft belegte Siem den 91. Rang.

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