Die Welt blickt auf Augusta: Woods gibt sein Comeback. Für Schlagzeilen beim US Masters sorgte aber auch ein Deutscher schon.

Der 5. April ist ein besonderer Tag. Erstmals nach seiner weltweit beobachteten Sex-Affäre will Tiger Woods dann wieder zum Putter greifen.

Der Golf-Megastar feiert ausgerechnet auf der altehrwürdigen Anlage in Augusta sein Comeback.

Die Journalisten, Fotografen und TV-Kameraleute werden sich beim ersten Abschlag des US-Amerikaners in Stellung bringen. Wann hat das US Masters schon einmal für solch ein Aufsehen gesorgt?

Vielleicht beim ersten Woods-Triumph 1997: Damals hatte der Tiger die Konkurrenz in Grund und Boden gespielt. Die "New York Times" schrieb unter Bewunderung der weiten Abschläge: "Woods hat die altehrwürdige Anlage in Augusta in einen Minigolf-Platz verwandelt."

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Das US Masters war aber auch die Wiege des Golf-Interesses in Deutschland. Es war vor 25 Jahren, am 14. April 1985. Mit Bernhard Langer hatte erstmals ein Deutscher das berühmteste Turnier der Welt gewonnen.

Mit einem Schlag wurde in seinem Heimatland über die elitäre Sportart der Reichen gesprochen. Golf stand im Blickpunkt, nachdem Langer mit zwei Schlägen Vorsprung auf die US-Amerikaner Curtis Strange und Ray Floyd sowie den Spanier Severiano Ballesteros gewann.

Langer war plötzlich ein Sportheld. Bevor der Blondschopf aber von Vorjahresgewinner Ben Crenshaw das grüne Siegerjackett überreicht bekam, wurde die Schlussrunde zum Golf-Krimi.

Die Entscheidung musste auf den letzten drei Bahnen fallen. Langer spielte am 16. Loch ein Par, Strange setzte sein Ball auf der 15 mit seinem zweiten Schlag ins Wasser. Langer übernahm die Führung, die er dann nicht wieder abgab.

Der Siegerscheck war damals noch vergleichsweise bescheiden. Langer erhielt für den Erfolg 126.000 Dollar, 2005 waren es schon das Zehnfache.

Aber er hatte Maßstäbe gesetzt, bevor er dann 1993 den Sieg wiederholte.

Übrigens: 1985 war für den deutschen Sport ein großes Jahr. Im Juli gewann Boris Becker dann zum ersten Mal in Wimbledon und stieg zum Tennis-Weltstar auf.

Wolfgang Kleine hatte als Journalist seine Feuertaufe bei der Fußball-WM 1974 in Deutschland. Danach wurden für ihn zahlreiche Handball-Spiele, die Berichterstattung vom Leichtathletik-Europacup 1979 und die Begleitung der Tour de France 1996 sowie 1997 unvergessliche Erlebnisse. Aber eines bleibt besonders in Erinnerung: Das Wintermärchen der Olympischen Spiele 1994 in Lillehammer.

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