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Lee Westwood feierte bislang 31 Turniersiege, aber keinen bei einem Major © getty

Zwar spielt Tiger Woods die dritte Runde in Augusta unter Par, doch der Spitzenreiter zieht davon. Ein Altstar erklimmt Platz 2.

Augusta - Golf-Superstar Tiger Woods hat seinen fünften Triumph beim US Masters in Augusta weiter im Visier.

Der 34-jährige Kalifornier belegt bei seinem Comeback nach fünfmonatiger Turnierpause wegen Ehekrise und Sexskandalen vor der Schlussrunde des ersten Majors der Saison den geteilten dritten Platz. (Woods kehrt zurück - und glänzt wie nie)

Woods spielte am Samstag seine zweite 70er-Runde in Folge 222588(DIASHOW: Die Rückkehr des Tigers) und hatte damit am Ende ebenso 208 Schläge auf dem Konto wie der ehemalige German-Masters-Sieger K.J. Choi aus Südkorea.

Mickelson legt 67er-Runde hin

Vier Schläge weniger benötigte der Engländer Lee Westwood, der mit einer 68 und insgesamt 204 Schlägen seine Führung erfolgreich verteidigte.

Allerdings beträgt der Vorsprung von Westwood vor den letzten 18 Löchern nur noch einen Schlag. Dicht im Nacken sitzt ihm der zweimalige Masters-Champion Phil Mickelson.

Der Linkshänder aus den USA verbesserte sich mit einer 67er-Runde auf den zweiten Platz.

Woods hadert und hofft

Woods, der den letzten seiner vier Masters-Erfolge 2005 errungen hatte, haderte nach der dritten Runde mit sich: "Schon das Einschlagen war schrecklich. Ich hatte keine Kontrolle über den Ball. Auf den Grüns hatte ich dann nicht die richtige Geschwindigkeit." (Das Golf-Journal: Donnerstags, 22 Uhr auf SPORT1)

Doch seine Erfahrung machte ihn gelassen: "Ich weiß, dass man bei keinem Turnier an allen vier Tagen gleichgut spielt. Ein Tag ist immer schlechter. Aber wenn man an diesem Tag auch unter Par spielt wie ich heute, ist das ein gutes Zeichen."

Die ersten zehn Löcher des Tages auf der malerischen Par-72-Anlage gehörten Lee Westwood, der noch nie bei einem der vier Major-Turniere in Führung lag.

"Das, was jeder sehen will"

Der 36-Jährige, 20-maliger Sieger auf der Europa-Tour und viermaliger Ryder-Cup-Gewinner, baute seine Halbzeit-Führung mit vier Birdies aus. Er wäre der erste europäische Sieger seit dem Spanier Jose Maria Olazabal 1999.

"Ich bin dazu bereit", sagte Westwood nach seiner 68er-Runde und genoss den Blick aufs Leaderboard: "Ich denke, das ist es, was jeder sehen will. Jeder hat Tiger vermisst. Jetzt ist er oben dabei. Du hast Phil dabei. Die Nummer 1, 3 und 4 der Weltrangliste sind vorn. Das sieht gut aus."

Mickelson versetzt Fans in Verzückung

Einen großen Anteil an der schönen Optik hatte am Samstag US-Publikumsliebling Phil Mickelson. Der 39-Jährige versetzte seine Fans an den Löchern 13, 14 und 15 geradezu in Verzückung.

Eagle, Eagle, Birdie - lautete die schier unglaubliche Bilanz, mit der er sich weit nach oben spielte. Dabei verpasste er den dritten Eagle nur um Zentimeter. "So stelle ich mir mein Spiel vor", sagte Mickelson, "so habe ich aber lange nicht mehr gespielt. Es fühlt sich großartig an."

Langers fünftes Aus in Folge

Die beiden deutschen Starter waren bereits am Freitag am Halbzeit-Cut gescheitert.

Der zweimalige Masters-Sieger Bernhard Langer (Anhausen) und der Weltranglistenneunte Martin Kaymer (Mettmann) hatten mit jeweils 149 Schlägen die Qualifikation für die beiden Schlussrunden um zwei Schläge verpasst und belegten gemeinsam den 54. Platz.

Langer, Gewinner von 1985 und 1993, schied damit zum fünften Mal in Serie vorzeitig aus, Kaymer auch bei seinem dritten Start in Augusta.

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