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Tiger Woods spielte mit 66 Schlägen die zweitbeste US-Open-Runde seiner Karriere © getty

Tiger Woods startet bei der US Open eine furiose Aufholjagd. Alex Cejka und Martin Kaymer bleiben in Pebble Beach vorne dran.

Pebble Beach - Ein entfesselter Tiger, ein starkes deutsches Duo und ein US-Longhitter an der Spitze - das Finale der 110. US Open der Golfprofis im kalifornischen Pebble Beach verspricht Spannung pur. (Das Golf-Journal: donnerstags, 22 Uhr auf SPORT1)

Während sich Alex Cejka und Martin Kaymer mit 216 bzw. 217 Schlägen auf den Plätzen sieben und zehn vor der Schlussrunde in den Top 10 festsetzten, schrieben der wiedererstarkte Superstar Tiger Woods (212) und dessen führender Landsmann Dustin Johnson (207) die Schlagzeilen des dritten Tages.

Mit einer 66, seiner zweitbesten US-Open-Runde aller Zeiten, katapultierte sich Tiger Woods auf dem Leaderboard um 22 Plätze nach oben auf den alleinigen dritten Rang und darf damit überraschend wieder von seinem 15. Major-Triumph träumen. (Cejka träumt - Kaymer klettert - Woods stürzt)

Woods kämpft

"Ich habe es gesagt: Ein paar Birdies mehr und ich bin wieder dabei", sagte der 34-Jährige, der auf dem malerischen Küstenkurs auch um seine Führung in der Weltrangliste kämpft. Sein Rivale Phil Mickelson schwächelte nach seiner 66 vom Freitag am Samstag mit einer 73 etwas, hat aber als Fünfter (214) noch alle Möglichkeiten, Woods' 262-wöchige Regentschaft zu beenden.

Der mit zwei Bogeys denkbar schlecht gestartete Woods spielte auf den zweiten neun Löchern wie aufgedreht und schob sich mit fünf Birdies in Schlagdistanz zur Spitze. Dabei schloss Woods die Runde unter dem Jubel der Fans mit Schlaggewinnen an der 16, 17 und 18 ab.

"Habe einen Lauf"

Der spektakulärste Schlag des Tages neben dem Hole-in-One des Thailänders Thongchai Jaidee am 5. Loch glückte Woods an der 18. Nach seinem Abschlag musste er einen Cut um den Baum im Fairway schlagen. Der Ball stoppte fünf Meter entfernt auf Fahnenhöhe. Am Ende stand das Birdie.

"Du gewinnst eine US Open meistens nur dann, wenn du irgendwann einen Lauf hast, egal ob auf den ersten oder den zweiten neun. Das habe ich heute geschafft", sagte Woods. Nur bei seinem triumphalen Sieg bei der letzten US Open in Pebble Beach im Jahr 2000 schaffte Woods einmal eine 65er-Runde, am Ende siegte er mit 15 Schlägen Vorsprung, ein bis heute gültiger Major-Rekord.

Bestechender Johnson

Bislang hat es Tiger Woods allerdings noch nie geschafft, als "Jäger" auf der Schlussrunde ein Major zu gewinnen. Einer, der etwas dagegen hat, ist neben dem zweitplatzierten Nordiren Graeme McDowell (210) sein Landsmann Dustin Johnson.

Der 25-Jährige aus South Carolina bestach auf seinem "Lieblingskurs" durch seine Schlaglänge. Zweimal hat Johnson, der erst seit 2007 Profi ist, auf dem schweren Platz das Pebble Beach National Pro-Am gewonnen.

"Ich bin klasse gestartet", sagte Johnson, "ich habe gut abgeschlagen, viele Fairways getroffen. Und wenn mir das gelingt, spiele ich normalerweise auch recht ordentlich." Auf vielen Par-4-Bahnen und dem ein oder anderen Par 5 reichte dem Absolvent der Coastal Carolina University ein Eisen vom Abschlag.

Kaymers Achterbahnfahrt

Gut in die Runde kam auch Martin Kaymer mit Birdies an der 2 und 3. Doch auf den zweiten neun Löchern erlebte der 25-Jährige eine Achterbahnfahrt und vor allem seinen obligatorischen Doppel-Bogey.

Diesmal erwischte es ihn an der 10, am Donnerstag war es an der 14, am Freitag an der 16. "Das wollte ich unbedingt vermeiden, aber dennoch stehe ich noch ganz gut da", sagte Kaymer, der bislang einen sechsten Platz bei der US-PGA-Championship als bestes Major-Resultat zu Buche stehen hat, nach seiner 72.

Cejka will Rekord

Auch für Alex Cejka geht es nach seiner 74er-Runde vom Samstag noch um einen persönlichen Rekord. (Traumstart für Cejka)

Noch nie kam der 39-Jährige bei seinen bisherigen 16 Major-Starts unter die Top 10. Rang 11 bei seiner ersten British-Open-Teilnahme 1996 ist sein bestes Ergebnis. 2001 bei der British Open führte er zwar am dritten Tag vor Bernhard Langer, am Ende reichte es aber nur zum 13. Platz.

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