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Alex Cejka kam auf der US-Tour bislang zu zwei zweiten und einem dritten Platz © getty

Nach ihren Erfolgen bei der US Open wollen Martin Kaymer und Cejka auch in München glänzen. Doch Cejka fühlt sich gehandicapt.

München - Der erste Satz klang wie abgesprochen. "Es ist schön, wieder im eigenen Land zu sein", sagte Bernhard Langer.

Nur wenige Minuten später begann Alex Cejka so: "Ich bin froh, wieder hier zu sein." (Highlights der BMW Open: ab Donnerstag, 23 Uhr im TV auf SPORT1)

Der Anhausener Golfstar Langer und Lokalmatador Cejka waren wie Martin Kaymer (Mettmann) am Montag tausende von Kilometern aus den USA angereist, um das ohnehin schon erstklassige Feld bei der 22. BMW International Open ab Donnerstag in München-Eichenried noch weiter aufzuwerten.

Vor allem Kaymer und Cejka wirkten noch mitgenommen von den US Open im kalifornischen Pebble Beach, wo beide jeweils als Achte geglänzt hatten.

Die Augen schmal wie Schlitze

Martin Kaymer war am Mittwochmorgen bereits um 5.45 Uhr auf der Anlage, nachdem wegen des Jetlags um 3 Uhr die Nacht für ihn bereits zuende war.

"Nur die Vögel und ich. Das habe ich noch nie so intensiv erlebt wie hier", sagte Kaymer.

Cejkas Augen glichen derweil eher schmalen Schlitzen. "Ich bin noch ein bisschen müde, habe noch den Jetlag", sagte der 39-Jährige, um dann mit einem Leuchten in den Augen fortzufahren: "Aber ich bin auch sehr glücklich. Meine Form ist gut. Ich spiele derzeit solides Golf und trainiere relativ hart."

Nur "zu 70 Prozent fit"

Was leider nicht immer möglich ist, denn "an manchen Tagen wache ich auf und der Hals schmerzt. Dann kann ich außer Massage nichts machen."

Vor zwei Jahren war Cejka am Hals operiert worden, und ein Ende der Schmerzen ist nicht in Sicht.

"Es kann sogar fünf Jahre dauern", sagte Cejka, der nach eigener Einschätzung derzeit gerade mal "zu 70 Prozent fit" ist.

"Einfach mal abschalten"

Wie Cejka hat sich auch Bernhard Langer die meisten Jahre seiner glanzvollen Karriere mit dem rebellierenden Körper herumgeschlagen.

Vor allem im Rücken zwickte es immer wieder. Derzeit hat der 52-Jährige keine nennenswerte Probleme. "Ich spiele auf der Champions Tour in den USA eine gute Saison, habe schon zwei Turniere gewonnen", sagte Langer, der die Zeit in der Heimat intensiv genießt.

"Es ist schön, drei Wochen zu Hause zu sein, die Familie wiederzusehen. Ich nutze die Zeit, um mit meiner Frau spazieren zu gehen oder mit den Kindern zu spielen, kann einfach mal abschalten", sagte der zweimalige US-Masterssieger, der sich aber nicht gänzlich dem Schlendrian hingeben kann.

Kampf ums Turnier in Pulheim

"Natürlich trainiere ich zwischendurch auch mal oder mache Sport", so Langer. Und so nebenbei kümmert er sich auch noch um die deutsche Bewerbung um den Ryder Cup 2018, deren Frontfigur er ist.

"Zwei, drei Tage bin ich während meines Heimataufenthalts gemeinsam mit meinem Bruder Erwin damit beschäftigt", sagte Langer.

Auch sein eigenes Turnier in Pulheim, das nach dem Absprung von Titelsponsor Mercedes auf Eis liegt, will Bernhard Langer wieder ins Leben rufen: "Wir stecken nicht den Kopf in den Sand. Für so ein großes Land ist nur ein Turnier zu wenig." An der Sponsorenfront aber habe sich noch nichts ergeben.

Weißer Fleck in Langers Erfolgsbilanz

Und so "nebenbei" spielt Bernhard Langer noch sein Golf. In München gilt es für ihn, einen weißen Fleck in seiner Erfolgsbilanz zu beseitigen.

Auf dem Platz in Eichenried gewann Langer neben fünf zweiten Plätzen noch nie, im Gegensatz zu allen anderen deutschen Turnieren.

Dieses Kunststück glückte dafür dem deutschen Aufsteiger Martin Kaymer bereits bei seinem vierten Start.

15er-Kontingent aus Deutschland

Der 25-Jährige, in der Weltrangliste derzeit die Nummer elf, triumphierte vor zwei Jahren. Nachdem er im Vorjahr am Cut gescheitert war, will er den Erfolg von 2008 wiederholen.

Und Kaymer war nach dem ProAm am Mittwoch zuversichtlich: "Ich spiele dieses Jahr besseres Golf als letztes Jahr hier."

Neben dem Trio Langer, Kaymer und Cejka sind noch zwölf weitere deutsche Spieler am Start.

333.330 Euro für den Sieger

Als Favoriten bei dem mit 2,0 Millionen Euro dotierten Turnier, bei dem der Sieger 333.330 Euro erhält, gelten neben Kaymer der Südafrikaner Ernie Els, der Engländer Paul Casey, Sergio Garcia aus Spanien und der Schwede Robert Karlsson.

Titelverteidiger ist der Engländer Nick Dougherty.

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