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Martin Kaymer will einen erfolgreichen Jahres-Abschluss hinlegen
Martin Kaymer kletterte 2010 erstmals in die Top 10 der Weltrangliste © getty

Martin Kaymer kämpft, "um wach zu bleiben", droht aber in München am Cut zu scheitern. Auch Alex Cejka schwächelt.

München - Die Helden von Pebble Beach waren müde: Vier Tage nach ihren glänzenden achten Plätzen bei den US Open hatten Deutschlands neuer Golfstar Martin Kaymer und Lokalmatador Alex Cejka den Jetlag noch in den Knochen.

Beide "verschliefen" prompt ihren Auftakt bei der 22. BMW International Open in München Eichenried.

Mit jeweils 71 Schlägen auf dem Par-72-Platz lag das Duo nur im breiten Mittelfeld jenseits der besten 60.

Die Spitze war den beiden weit enteilt. Bei perfekten äußeren Bedingungen und vor der guten Kulisse von 12.500 Zuschauern setzten sich der Waliser Bradley Dredge und der Schotte Peter Whiteford mit jeweils 64 Schlägen an die Spitze.

Deutsche schwach

Einen Schlag mehr benötigte das Quartett Ariel Canete (Argentinien), Jeppe Huldahl (Dänemark), Chapchai Nirat (Thailand) und Phillip Price (Wales).

Schwach war das Abschneiden der insgesamt 15 deutschen Starter beim letzten verbliebenen Heimspiel. Keiner landete in den Top 20 (Highlights der BMW Open: ab Donnerstag, 23 Uhr im TV auf SPORT1).

Bester war der Ratinger Marcel Siem mit einer 69, Idol Bernhard Langer quittierte bei seiner 20. Teilnahme in München (fünfmal Zweiter) am Ende wie der Düsseldorfer Amateur Maximilian Kieffer eine 70.

Kaymer "sehr müde"

"Der Platz war in einem Topzustand. Ich hatte einige gute, aber auch einige schlechte Schläge", sagte der zweimalige US-Masterssieger aus Anhausen.

"Ich habe die letzten zwei Nächte schlecht geschlafen. Ich bin sehr müde und ein bisschen erkältet", meinte der 25-jährige Martin Kaymer nach seinem missglückten ersten Arbeitstag, der für den Frühstarter bereits um 8.30 Uhr begann.

Kaymer, 2008 erster deutscher Sieger überhaupt in der bayerischen Metropole, muss sich nun am Freitag wie auch Cejka und die anderen Deutschen strecken, will er nicht wie bei der letzten Austragung als Titelverteidiger vorzeitig am Cut der besten 60 scheitern.

Doch keine Garantie fürs Ryder-Cup-Team

Zur zweiten Runde wird Kaymer erst mittags starten, für ihn ein Glück. "Ich will jetzt sofort nach Hause und mich ausruhen. Dann kann ich mal richtig ausschlafen. Und morgen will ich eine 68 oder 69 spielen, das wäre schon ganz gut", sagte Kaymer.

Eine gute Platzierung würde dem Rheinländer im Kampf um einen Platz im europäischen Ryder-Cup-Team ein gutes Stück weiterbringen, denn für den Kontinentalvergleich Anfang Oktober im walisischen Newport hat Martin Kaymer noch keine Startgarantie.

Der europäische Ryder-Cup-Kapitän Colin Montgomerie, der selbst mit einer 70 ins Turnier startete, stellte am Donnerstag auf der Anlage in München klar:

Putts finden ihr Ziel nicht

"Da bin ich missverstanden worden. Ich habe gesagt, wenn ich heute ein Team nominieren müsste, wäre Martin dabei."

Zu selten ließ Kaymer auf den ersten 18 Löchern seine Klasse aufblitzen, die ihn im Rekordtempo in die Weltspitze katapultiert hat.

So glückte dem Weltranglistenelften nach einem Bogey zum Auftakt am zweiten Loch nach einem 6-m-Putt ein Eagle, gleich darauf schob er seinen Putt aus fünf Metern zum Birdie ein.

Drei Bogeys werfen Kaymer zurück

Der Kaymer-Express schien ins Rollen zu kommen, doch bei perfekten äußeren Bedingungen geriet das Spiel des derzeit besten deutschen Golfers ins Stocken.

Vor allem auf den Grüns hatte Martin Kaymer kein Fortune, so fanden zahlreiche kurze Putts ihr Ziel nicht.

"Wenn man die Birdie-Chancen nicht nutzt, sieht das Ergebnis entsprechend aus", so Kaymer, der auf den zweiten neun Löchern Mühe hatte, wach zu bleiben.

"Ich musste mich bei vielen Schlägen vorher richtig zusammenreißen", sagte Kaymer.

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