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Alex Cejka startete nach schwachem Beginn eine tolle Aufholjagd © getty

Nach einer tollen Aufholjagd schafft der Bayreuther einen versöhnlichen Abschluss. Für Kaymer endet das Turnier enttäuschend.

München - Alex Cejka hat seinen Höhenflug fortgesetzt und eine Woche nach Platz acht bei der US Open als bester Deutscher bei der BMW International Open in München Eichenried wie 2004 den glänzenden dritten Platz belegt.

Der 39-Jährige lag bei seinem Heimspiel am Ende einer tollen Aufholjagd mit 272 Schlägen und vier weiteren Spielern zwei Schläge hinter dem englischen Überraschungssieger David Horsey, der von einem Patzer des lange führenden Walisers Bradley Dredge an Loch 16 profitierte.

Für Cejka war es das zweitbeste Ergebnis in Eichenried nach Rang zwei im Jahr 2003 (Highlights der BMW Open: ab Donnerstag, 23 Uhr im TV auf SPORT1).

Ärger über 18. Loch

"Ich bin sehr zufrieden, zumal ich in den letzten Jahren hier nicht so gut abgeschnitten habe. Deshalb bin ich froh, dass es mal wieder mit einem Topplatz geklappt hat", sagte Alex Cejka.

Cejka ärgerte sich am Ende nur über sein Spiel am 18. Loch: "Ich hatte eine blöde Distanz für den zweiten Schlag, deshalb musste ich ablegen mit dem 2er-Eisen. Mein Pitch danach war schlecht, den muss man eigentlich näher an die Fahne schlagen."

Für den Sieg hätte aber auch ein Birdie nicht gereicht. Dies glückte David Horsey am 18. Loch und machte damit seinen ersten Triumph auf der Europa-Tour perfekt.

Horsey siegt

Dahinter landete nach einem Eagle an der 18 sein Landsmann Ross Fisher. Der 25-Jährige Horsey, der im Mai bei der Italian Open bereits Zweiter war, kassierte für seinen Sieg einen Scheck über 333.330 Euro.

Cejka und die mit ihm schlaggleichen Rivalen Pablo Larrazabal, Rafael Cabrera-Bello (beide Spanien), Kenneth Ferrie (England) und Bradley Dredge erhielten jeweils 88.000 Euro. Dresdge hatte seine Führung mit einem Doppel-Bogey an der 16 an Horsey verloren.

Im Gegensatz zu Alex Cejka kam Martin Kaymer nie richtig ins Turnier.

Kaymer enttäuscht

Der 25-Jährige, der bei der US Open ebenfalls Achter geworden war, hatte nach seiner Rückkehr aus Kalifornien anfangs Probleme mit dem Jetlag, fand aber auch später nie zu seiner Topform und musste sich am Sonntag nach seiner zweiten 69er-Runde in Folge mit 277 Schlägen und Rang 21 begnügen.

Kaymer sorgte am Schlusstag zumindest für ein optisches Highlight. An der 18. Bahn zog er sich hinter einen Busch zurück und zog ein Deutschland-Trikot an. Die Zuschauer waren begeistert. Kaymer:

"Ich habe ja gesagt, dass es eine kleine Überraschung geben wird." Dem Referee gefiel dies allerdings nicht. "Da habe ich mir ein paar Worte anhören müssen", so der Weltranglistenelfte.

"Es hat leider nicht gereicht"

Sportlich war Martin Kaymer nicht ganz zufrieden: "Ich habe an den letzten beiden Tagen zwar gut gespielt, aber nicht so gut scoren können. Es lief insgesamt nicht so zusammen wie erhofft. Ich hätte durchaus noch in die Top 10 rutschen können. Aber es hat leider nicht gereicht."

Deutlich schlechter lief es für Altmeister Bernhard Langer und Marcel Siem , die beide 283 Schläge benötigten und damit nicht über Rang 61 hinauskamen.

Langer wartet damit auch nach seiner 20. Teilnahme in Eichenried auf seinen ersten Sieg. "Es war ein seltsamer Tag. Ich habe sehr gutes Golf gespielt, ähnlich gut wie gestern, vielleicht sogar besser. Aber der Putter war nicht gut genug", sagte Langer.

Hole-in-One von Lucquin

Der Schlag des Tages glückte dem Franzosen Jean-Francois Lucquin.

Dem Franzosen glückte am 17. Loch als erstem Spieler ein Hole-in-One und wurde dafür vom Hauptsponsor mit einer Luxuskarosse im Wert von rund 80.000 belohnt.

Mit der Entscheidung um den Sieg hatte Lucquin nichts zu tun, er landete mit 285 Schlägen abgeschlagen auf Rang 72.

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