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Sensationssieger Louis Oosthuizen spielt seit 2002 professionell Golf © getty

Außenseiter Louis Oosthuizen gewinnt die British Open. Martin Kaymer verpasst sein bestes Major-Resultat nur knapp.

St. Andrews - Martin Kaymer hat in der Wiege des Golfsports beim sensationellen Triumph des südafrikanischen Außenseiters Louis Oosthuizen sein bestes Major-Resultat knapp verpasst.

Der deutsche Shooting-Star musste sich nach Schwächen auf den letzten drei Löchern bei den 139. British Open mit dem geteilten siebten Platz begnügen.

Bei der PGA Championship 2009 hatte Kaymer mit Rang sechs sein bestes Major-Ergebnis erzielt (Das Golf-Journal im TV auf SPORT1).

Der 27-jährige Oosthuizen düpierte im schottischen St. Andrews die gesamte Weltelite um Superstar Tiger Woods und kassierte für seinen Triumph beim ältesten Golfturnier der Welt umgerechnet rund eine Million Euro.

In der Weltspitze festgesetzt

Kaymers Traum vom ersten Major-Sieg ging zwar nicht in Erfüllung, doch der 25-Jährige aus Mettmann untermauerte erneut seine Zugehörigkeit zur erweiterten Weltspitze. Dennoch war er nach der schwachen Schlussrunde nicht zufrieden.

"Ich habe nicht gut gespielt. Dieses Ende ist sehr enttäuschend", sagte Kaymer und trauerte der Chance auf eine noch bessere Platzierung nach: "Oosthuizen war ja raus. Aber spielerisch wäre es ja überhaupt kein Problem gewesen, hier Zweiter zu werden. Aber ich habe einfach sehr schlecht geputtet heute."

144.336 Euro waren dennoch der Lohn für Kaymer, der zum Abschluss auf dem Par-72-Kurs allerdings nur eine 74er-Runde spielte und am Ende 282 Schläge auf dem Konto hatte.

Damit lag er zehn Schläge hinter Oosthuizen, der auf der vierten Runde die Nerven behielt und die Führung bei der mit 5,73 Millionen Euro dotierten Veranstaltung nicht mehr aus der Hand gab.

Woods abgeschlagen

Oosthuizen, der bisher als bestes Major-Resultat einen 73. Platz bei der PGA Championship 2008 zu Buche stehen hatte, siegte vor dem Engländer Lee Westwood (279 Schläge).

Als Ousthuizen seinen Triumph am 18. Loch ausgelassen feierte, war der Weltranglistenerste Woods schon lange im Clubhaus.

Der Amerikaner verpasste seinen vierten Sieg bei der British Open deutlich und landete mit 285 Schlägen nur auf dem geteilten 23. Platz.

Siem "sehr zufrieden"

Während Woods über sein Abschneiden enttäuscht war, strahlte Marcel Siem nach seinem gelungenen Major-Debüt.

"Ich habe sehr gut gespielt, bin sehr zufrieden. Das war heute mein bester Tag. Ich habe besser geputtet, hatte mehr Gefühl und auch einige Birdie-Chancen, aber die Bälle wollten nicht fallen", sagte der Ratinger nach seiner 70er-Schlussrunde.

Mit 286 Schlägen belegte Siem den geteilten 27. Rang. Auf der Schlussrunde spielte er fünf Birdies, ein Bogey und ein Doppel-Bogey.

Hoffnungen nicht erfüllt

"Die Erfahrungen, die ich im letzten Jahr bei der PGA Championship und in diesem Jahr bei der US Open gesammelt habe, werden mir mit Sicherheit helfen", hatte Kaymer vor der Schlussrunde erklärt.

Die Hoffnungen erfüllten sich nicht ganz. Vier Birdies standen am Ende sechs Bogeys gegenüber. Drei Bogeys spielte Kaymer an den drei abschließenden Löchern. Damit büßte er seine Chancen auf eine noch bessere Platzierung ein.

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