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Tiger Woods (34) spielt bereits seit 1996 auf der PGA-Tour © getty

Tiger Woods erlebt in Akron eine der schwärzesten Stunden seiner Karriere. Alex Cejka nimmt seinen Einbruch vergleichsweise locker.

Akron/Verona - Alex Cejka verpasste den größten Sieg seiner Karriere nur knapp, dagegen erlebte Tiger Woods eine der schwärzesten Stunden seiner Laufbahn.

Vier Tage vor dem letzten Major-Turnier des Jahres landete der Superstar des Golfsports in Akron/Ohio unglaubliche 30 Schläge hinter Sieger Hunter Mahan auf dem geteilten 78. Platz im 80-Mann-Feld.

"Das war einfach enttäuschend. Ich muss den Ball besser treffen, besser chippen, besser putten und näher ans Loch kommen", sagte der 14-malige Major-Gewinner, der mit 298 Schlägen zudem das schlechteste Resultat seiner 14-jährigen Profikarriere notierte (Das Golf-Journal im TV auf SPORT1) .

"Das hat wahrlich keinen Spaß gemacht", sagte Woods, der auf dem Par-70-Kurs zum Abschluss ein indiskutable 77 spielte: "Aber ich habe schon ähnliche Situationen erlebt und bin immer irgendwie zurückgekommen."

Mickelson noch schlechter

Einziger Trost für den Tiger: Die Führung in der Weltrangliste blieb ihm vorerst erhalten, da sein ärgster Verfolger Phil Mickelson auf der letzten Runde eine noch schlechtere Leistung bot.

Der Amerikaner fiel nach einer 78 auf den geteilten 46. Platz zurück und landete damit hinter Deutschlands bestem Golfer Martin Kaymer, der auf dem achtbaren 22. Platz ins Klubhaus kam.

"So helfe ich dem Team nicht"

Nach dem desaströsen Wochenende stellte Woods sogar seinen Platz im zwölfköpfigen amerikanischen Ryder-Cup-Team für das Duell gegen Europa Anfang Oktober in Frage.

"In dieser Form helfe ich dem Team nicht weiter", sagte der 34-Jährige und richtete seinen Blick lieber auf die US PGA Championship in Kohler/Wisconsin: "Für mich zählt jetzt nur noch der kommende Donnerstag."

Dann wird Rivale Mickelson zum nächsten Angriff ansetzen, um den nach Sexskandal, Ehekrise und langer Pause schwächelnden Tiger nach 270 Wochen von der Spitze zu stoßen.

Cejka verspielt Führung

Nur zuschauen wird dann Alex Cejka. Mit einem Sieg beim Turnier in Verona/New York hätte der Münchner noch das Ticket nach Wisconsin gebucht, doch der gebürtige Tscheche gab am letzten Tag seine Führung aus der Hand.

Am Ende musste er sich mit dem geteilten dritten Platz begnügen. Zum dritten Mal ging Cejka als Führender auf die Schlussrunde eines US-Turniers, zum dritten Mal reichte es nicht zum Sieg.

Erst Bogey, dann Doppel-Bogey

Dabei begann der Schlusstag gar nicht so schlecht: Auf den ersten fünf Löchern spielte Cejka jeweils Par, ehe das Unheil seinen Lauf nahm.

An Loch sechs landete sein Abschlag neben einem Baum, Folge war Bogey Nummer eins. Eine Bahn später folgte gar ein Doppel-Bogey. Damit war der Vorsprung auf den späteren Sieger Bill Lunde (USA) aufgebraucht.

Cejka nimmt es gelassen

Zwar kämpfte Cejka sich mit vier Birdies noch einmal heran, doch als sein Abschlag an der 14 im Bach landete, waren alle Siegchancen endgültig dahin.

"Ich habe nur gedacht: Noch einen Birdie. Doch dann habe ich das Wasser getroffen. Das war es dann für mich, aber so ist das eben", sagte Cejka, der sich immerhin über 180.400 Dollar freuen durfte.

Damit kam er auch der US-Tourkarte für 2011 einen großen Schritt näher.

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