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Martin Kaymer gewann 2010 mit dem PGA Championship eines der vier Major-Turniere © getty

Deutschlands Golfstar glänzt zum Auftakt der Dubai World Championships. Seinen ärgsten Kontrahenten lässt er hinter sich.

Dubai - Deutschlands neuer Golfstar Martin Kaymer greift nach den Sternen.

Der 25 Jahre alte Weltranglistendritte aus Mettmann feierte am Donnerstag zum Auftakt des Duells um die europäische Krone einen klaren Punktsieg gegen seinen Widersacher Graeme McDowell.

US-PGA-Champion Kaymer spielte bei der Dubai World Championship auf dem Earth Course eine 67er Runde und lag mit fünf Schlägen unter Par auf dem hervorragenden dritten Platz hinter dem führenden Schweden Robert Karlsson (65) und dem Südkoreaner Noh Seung-Yul (66).

US-Open-Sieger McDowell dagegen kam nur mit einer 72 ins Klubhaus und belegte damit den 25. Platz im Feld der besten 60 Spieler der Saison.

Kaymer mit einem Eagle

"Ich will hier mein großes Ziel erreichen und das Race to Dubai gewinnen. Dann hätte ich mein Saison-Triple komplett", hatte Martin Kaymer vor dem ersten Abschlag erklärt.

Und der Rheinländer machte ernst, legte unter der strahlenden Wüstensonne einen Traumstart hin.

Nach einem Birdie an der 2 glückte Kaymer ein Eagle an der 3 (Par 4), wobei er den langen Schlag aufs Grün direkt einlochte.

Nur wenige Sekunden später brach auf der Anlage erneut Jubel aus, als dem Südafrikaner Charl Schwarzel an der 6 ein Hole-in-one glückte.

Kaymer riss nach seinem grandiosen Schlag die Faust nach oben und wurde gleich von seinem Spielpartner Graeme McDowell fair abgeklatscht.

McDowell kommt nicht ins Spiel

Während der junge Deutsche mit weiteren drei Birdies bei nur einem Bogey sein hohes Niveau hielt, kam der seit Wochen glänzend aufgelegte Nordire nie richtig ins Spiel.

McDowell musste zähneknirschend hinnehmen, dass sein Kontrahent die Chancen auf den Grüns nach hervorragenden Annäherungsschlägen nutzte und Schlag um Schlag davonzog.

Um den im Race to Dubai, der früheren europäischen Geldrangliste, führenden Martin Kaymer am Sonntag sicher abzulösen, müsste Graeme McDowell in Dubai gewinnen.

Ansonsten hätte der mit rund 290.000 Euro Vorsprung führende Kaymer die besten Karten, die Saison als zweiter Deutscher neben Bernhard Langer als Europas Nummer eins abzuschließen.

Der Golf-Thron als Traumziel

Für Kaymer wäre dies die Krönung einer überragenden Saison.

Vier Turniersiege stehen für ihn zu Buche, dazu kommt der Triumph mit dem europäischen Ryder-Cup-Team Anfang Oktober in Wales gegen die USA.

"Die Saison ist für mich unglaublich gelaufen, besser, als ich es je gedacht hätte", sagte Kaymer. Das i-Tüpfelchen für Kaymer wäre die Besteigerung des Golf-Throns.

Dies könnte der beste Spieler der Saison mit einem Sieg erreichen, wenn gleichzeitig der im Ranking führende Engländer Lee Westwood nicht besser als Dritter würde.

Sollte es für Kaymer in Dubai noch nicht reichen, will er dieses Ziel später erreichen.

"Das ist sicherlich mein Traum. Wenn ich so weiterspiele, wenn ich mich weiter so auf Golf konzentriere und gesund bleibe, dann ist es hoffentlich bald so weit", sagte Kaymer.

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