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Martin Kaymer gewann bei den PGA Cham- pionship im August sein erstes Major-Turnier © getty

Zwar bricht der Deutsche am Samstag in Dubai ein und fällt aus den Top 10, doch sein Rivale im Jackpot-Kampf ist abgeschlagen.

Dubai - Trotz einer Berg- und Talfahrt in der Wüste ist dem deutschen Golfstar Martin Kaymer der Titel "Europas Nummer 1" zu 99 Prozent sicher.

Der 25-Jährige aus Mettmann spielte bei der Dubai World Championship am dritten Tag mit vielen Aufs und Abs eine enttäuschende 73er-Runde.

Damit belegte der Weltranglistendritte beim Saisonfinale mit insgesamt 210 Schlägen aber immerhin noch den elften Platz im Feld der besten 60 Spieler des Jahres auf der Europa-Tour.

69er-Runde von McDowell

Kaymer kann am Sonntag auf dem Weg zur Nummer eins auf dem Alten Kontinent nur noch eine Verletzung stoppen.

Sein Rivale in der europäischen Geldrangliste, der mit rund 290.000 Euro Rückstand zweitplatzierte Nordire Graeme McDowell, konnte mit einer 69 und insgesamt 214 Schlägen als 30. nicht den entscheidenden Schritt nach vorne machen.

Der Triumph würde Kaymer mit einem Scheck über 1,13 Millionen Euro aus dem Bonus-Pool versüßt.

Doppel-Bogey am 18. Loch

US-Open-Champion McDowell müsste das mit 7,5 Millionen Dollar dotierte Turnier gewinnen, um Kaymer Platz eins im abschließenden Ranking noch streitig zu machen.

Dies ist angesichts von zehn Schlägen Rückstand auf den führenden Engländer Ian Poulter (204) nicht mehr machbar. Hinter Poulter folgte mit 205 Schlägen das Trio mit dem Thailänder Thongchai Jaidee sowie den Ryder-Cup-Siegern Ross Fisher (England) und Francesco Molinari (Italien).

Die Runde des Tages glückte dem jungen Nordiren Rory McIlroy, der sich bei äußerst schwierigen Fahnenpositionen auf den Grüns mit einer 66 und insgesamt 209 Schlägen auf den neunten Platz gemeinsam mit British-Open-Sieger Louis Oosthuizen (Südafrika) vorschob.

Zwischendurch sogar an der Spitze

"Ich gehe schon davon aus, dass ich den Titel am Sonntag gewinne, aber ich bin heute trotzdem etwas enttäuscht", sagte Kaymer, der auf dem schweren Earth Course am Samstag seine wohl letzte Siegchance mit einem Doppel-Bogey am Schlussloch einbüßte.

Nach einem Wechselbad der Gefühle auf den ersten neun Löchern mit drei Bogey-Birdie-Kombinationen setzte sich Kaymer mit Schlaggewinnen an den Löchern 10, 11 und 12 sogar an die Spitze des Feldes.

Doch zwei direkt darauf folgende Bogeys sowie das fatale Schlussloch machten seine Sieghoffnungen zunichte.

Westwood wohl weiter die Nummer 1

"Ich wollte hier mein bestes Golf zeigen und das Turnier gewinnen. Deshalb ärgere ich mich sehr. Aber am Sonntag greife ich noch einmal voll an, ich habe ja nichts mehr zu verlieren", sagte Kaymer.

Sein Angriff auf den Golf-Thron schlug dagegen wohl fehl. Der Engländer Lee Westwood spielte am Samstag eine 71, hat aber inzwischen drei Schläge Vorsprung auf Kaymer.

Der Rheinländer müsste das Turnier gewinnen, gleichzeitig dürfte Titelverteidiger Westwood in Dubai maximal Dritter werden. Dann wäre Kaymer als erster Deutscher seit Bernhard Langer (1986) Weltranglistenerster.

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