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Martin Kaymer erhielt 2007 den Sir Henry Cotton Rookie of the Year Award © getty

Der deutsche Ausnahme-Golfer ist am Ziel angekommen und darf sich Europas bester Spieler nennen. Westwood bleibt Weltspitze.

Dubai - Der deutsche Golfstar Martin Kaymer hat seine grandiose Saison mit dem ersehnten Titel gekrönt:

26 Jahre nach Bernhard Langer ist der 25-Jährige aus Mettmann als zweiter deutscher Profigolfer Europas Nummer eins.

Der Rheinländer konnte bei der Dubai World Championship jedoch nicht in die Entscheidung um den Sieg eingreifen.

Dafür verteidigte er aber trotz des für ihn enttäuschenden 13. Platzes mit 282 Schlägen Platz eins in der Abschlusswertung des so genannten "Race to Dubai" erfolgreich vor dem Nordiren Graeme McDowell.

Europas Nummer 1

"Damit habe ich mein Saison-Triple perfekt gemacht. Ich wollte ein Major-Turnier und den Ryder Cup gewinnen sowie die Nummer eins in Europa werden. Das habe ich geschafft", sagte Kaymer, der nach dem letzten Putt sein Käppi in die Hand nahm, den Schläger hob und lächelnd den Applaus der Fans genoss.

Langer war bislang der einzige Deutsche an der Spitze der Jahres-Endwertung der europäischen Geldrangliste. Der zweimalige US-Masterssieger aus Anhausen dieses Kunststück 1981 und 1984 geschafft.

Kaymer nicht ganz zufrieden

Aber trotz aller Freude über den Gewinnn des ersehnten Titels haderte Martin Kaymer mit seiner Leistung.

"Ich wollte hier mein bestes Golf zeigen und gewinnen. Leider habe nicht gut genug gespielt", sagte Martin Kaymer, der seinen vier Saisonsiegen gerne den fünften hinzugefügt hätte.

Aber nach seiner glänzenden 67er Auftaktrunde, die am Donnerstag Hoffnungen geweckt hatte, brach das Spiel des besten Spielers der Saison auf der Europa-Tour Stück für Stück zusammen.

Nach Runden von 70 und 73 spielte Kaymer am Schlusstag noch eine 72.

Westwood bleibt oben

Auch sein Angriff auf den Thron schlug fehl. Der Engländer Lee Westwood wurde mit 275 Schlägen Dritter und verteidigte damit souverän seine Führung in der Weltrangliste vor Tiger Woods und Kaymer.

Der hätte das Turnier gewinnen müssen, gleichzeitig hätte Titelverteidiger Westwood in Dubai maximal Dritter werden dürfen. Dann wäre Kaymer als erster Deutscher seit Bernhard Langer (1986) Weltranglistenerster geworden.

McDowell im Fokus

Immer im Blick hatte Martin Kaymer an den vier Tagen seinen Rivalen Graeme McDowell, mit dem er Anfang August beim Ryder Cup in Wales noch gemeinsam gegen die USA triumphiert hatte.

Der Nordire landete am Ende gleichauf mit Kaymer und lag mit einem Jahresverdienst von 3.077.681 Euro am Ende deutlich hinter der Nummer eins aus Deutschland (3.368.592).

Dieser kassierte zusätzlich zu seiner Prämie von 84.662 Euro für Platz 13 noch 1,1 Millionen Euro aus dem Bonus-Pool für seinen Sieg im "Race to Dubai".

Karlsson gewinnt

Der Sieg in Dubai und damit die Prämie 910.348 Euro gingen an den Schweden Robert Karlsson.

Der 41-Jährige setzte sich am Schlusstag im Stechen am 2. Extra-Loch gegen den Engländer Ian Poulter durch. Beide hatten nach vier Runden 274 Schläge auf dem Konto.

Für Karlsson war es der elfte Erfolg auf der Europa-Tour.

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