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Martin Kaymer holte in seiner Karriere bislang 17 Turniersiege, zudem noch ein Major © getty

Nach zwei Monaten an der Spitze muss Martin Kaymer den Platz an der Sonne einem Briten überlassen. Seine Kampfansage folgt prompt.

Jakarta - Martin Kaymer schwebte gerade über den Wolken - da fiel er vom Thron.

Der deutsche Golfstar befand sich im Flugzeug auf dem Weg in seine Wahlheimat USA, als Geburtstagkind Lee Westwood die achtwöchige Regentschaft Kaymers mit dem Turniersieg beim Indonesian Masters beendete.

"Ich bin stolz, wieder die Nummer eins zu sein", sagte der Engländer, der nach seinem Siegputt am 18. Grün das stimmgewaltige Ständchen der Fans sichtlich genoss.

Noch nicht sicher war in diesem Moment, ob Lee Westwood mit dem Erfolg in Jakarta auch die Führung im Ranking übernehmen wird.

Donald verpasst Platz eins

Denn die besseren Optionen besaß sein Landsmann Luke Donald, der allerdings seinerseits das US-Turnier in Hilton Head Island gewinnen musste.

Doch Donald scheiterte knapp, unterlag nach 272 Schlägen im Stechen dem schlaggleichen US-Profi Brandt Snedeker, der das Play-off über drei Löcher mit 11:10 Schlägen für sich entschied.

Kaymer bleibt ganz gelassen

Am 28. Februar war Lee Westwood von Martin Kaymer an der Spitze verdrängt worden. Zwei Monate lang hatte der Rheinländer als zweiter Deutscher überhaupt nach Bernhard Langer (1986) die Weltrangliste angeführt 358504(DIASHOW: Kaymers Karriere).

Dass die Regenschaft beendet ist, nahm Kaymer gelassen auf: "Für mich kommt das nicht überraschend. Das ist alles so eng da oben. Ich bin sowieso von Wechselspielen an der Spitze ausgegangen."

(Mo., 23.50 Uhr: die Audi Golf-News im TV auf SPORT1)

Kaymer im "englisches Sandwich"

Mit 7,52 Durchschnittspunkten befindet sich Martin Kaymer in der Rangliste nun in einem "englischen Sandwich". Lee Westwood weist 7, 65 Zähler auf, hinter Kaymer folgt weiterhin als Nummer drei Luke Donald (7,37).

Donald, gemeinsam mit Westwood und dem deutschen Rivalen im siegreichen europäischen Ryder-Cup-Team, war nach dem verlorenen Playoff gegen Brandt Snedeker nicht sonderlich enttäuscht.

Dollar-Trost für Donald

"Ich hätte mich heute groß belohnen können. Aber ich werde es weiter versuchen und das Positive aus dieser Woche mitnehmen", sagte der sympathische 33-Jährige, der sich mit einer Prämie von 615.600 Dollar trösten durfte.

Die nächsten Wochen und Monate versprechen mit Blick auf Platz eins Spannung pur. Lee Westwood wird ab Donnerstag beim Europa-Tour-Turnier in Icheon nahe der südkoreanischen Hauptstadt Seoul an den Abschlag gehen, Donald startet beim US-Turnier in New Orleans.

Kampfansage des Entthronten

Martin Kaymer lässt nach seiner Enttäuschung Anfang April beim US Masters, wo er erneut am Cut gescheitert war, weiter die Schläge in der Tasche.

Seinen nächsten Start hat er erst beim US-Turnier vom 5. bis 8. Mai in Charlotte/North Carolina geplant. Und dann hat er sich viel vorgenommen, auch die Rückkehr auf den Thron: "Ich werde natürlich wieder angreifen."

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