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Padraig Harrington ist seit 1930 der erste Europäer, der bei den PGA Championship siegte © getty

Der Ire Padraig Harrington holt sich dank einer 66er Runde am Schlusstag den Titel bei der 90. PGA Championship in Oakland Hills.

Oakland Hills - Padraig Harrington ist endgültig in die Liga der Elite der Profigolfer aufgestiegen:

Der British-Open-Sieger von 2007 und 2008 holte sich bei der PGA Championship auf dem Platz des Oakland Hills GC in Bloomfield Township, Michigan, seinen zweiten Major-Titel in diesem Jahr.

Der Ire hatte am Ende mit 277 Schlägen (71, 74, 66, 66) zwei Zähler Vorsprung auf den Spanier Sergio Garcia (69, 73, 69, 68) und den Amerikaner Ben Curtis (73, 67, 68,71), der als Führender in den Schlusstag gegangen war.

Harrington, der für seinen dritten Major-Titel, einen Preisgeld von 1,35 Mio. Dollar kassierte, ist damit erst der vierte Spieler dem es gelang, die Open und die PGA Championship in einem Jahr zu gewinnen.

Harrington nicht zu stoppen

Vor dem Finaltag hatte Harrington einen noch Rückstand von drei Schlägen auf den Führenden Ben Curtis aufgewiesen, der seine Spitzenposition auch noch auf den ersten Neun des auch als ?Monster? bezeichneten Platzes halten konnte.

Doch weder ihm noch sonst einem Spieler gelang es, den auf zweiten Neun wie entfesselt aufspielenden Harrington Paroli später noch zu bieten.

Der Ire lochte an den Bahnen 10,12, 13 und 17 zum Birdie und auch ein zwischenzeitliches Bogey an Loch 14 konnte ihn nicht mehr auf dem Weg zum Sieg stoppen.

Erster Europäer seit 1930

Konkurrent Curtis hielt das Rennen um den Titel zwar bis zum 15. Loch offen. Doch als ihm auf der 17. Bahn ein Bogey unterlief, war der Sieg für Harrington unter Dach und Fach.

Dies auch deshalb, weil sich der lange stark spielende Sergio Garcia auf den Bahnen 16 und 18 jeweils ein Bogey einfing und so nur zu Curtis, nicht aber mehr zum Iren aufschließen konnte.

Harrington ist damit der erste Ire und zudem der erste Europäer seit 1930, der die PGA Championship für sich entscheiden konnte.

Starke Europäer

Überhaupt präsentierten sich die europäischen Spitzengolfer sechs Wochen vor dem Ryder Cup in glänzender Verfassung:

Neben Harrington und Garcia konnten sich mit Henrik Stenson (geteilter 4. Platz) und Justin Rose (geteilter 9. Rang) zwei weitere potentielle Ryder-Cup-Starter aus Europa im Vorderfeld platzieren.

Kamyer muss sich strecken

Das gute Ergebnis der europäischen Spieler hat allerdings auch Auswirkungen auf die Qualifikationschancen von Martin Kaymer.

Der Mettmanner, der nach Runden von 75 und 79 Schlägen klar den Cut verpasst hatte, ist derzeit nicht mehr im Team und muss in den kommenden Wochen versuchen, mit guten Resultaten noch den Sprung in die europäische Auswahl zu schaffen.

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