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Martin Kaymer gewann im August 2010 sein einziges Major-Turnier © getty

Der Weltranglisten-Dritte nimmt sich mit einem Patzer an Loch vier alle Sieg-Chancen - hofft aber weiter. Auch Siem kämpft.

München - Rückschlag statt Aufholjagd:

Ein "Triple-Bogey" an Loch vier hat Martin Kaymer alle Chancen auf den zweiten Turniersieg in München nach 2008 genommen.

Der Weltranglistendritte aus Mettmann fiel am Samstag nach einer 72er-Runde entscheidend auf Rang 23 zurück und lag vor dem Finale am Sonntag bereits acht Schläge hinter Mark Foster aus England (202).

Auch Marcel Siem (Ratingen/208) ist als 16. mit sechs Schlägen Rückstand wohl aus dem Rennen um den Siegerscheck in Höhe von 333.330 Euro (DATENCENTER: Die Top-Turniere).

Hinter Foster liegen schlaggleich George Coetzee aus Südafrika, Sergio Garcia, Pablo Larrazabal (beide Spanien), Retief Goosen (Südafrika) und Robert Coles aus England (alle 204) in Lauerstellung.

"Das wird sehr schwer werden"

Kaymer hat die Hoffnung aber noch nicht ganz aufgegeben - auch wenn sie sehr, sehr vage ist, zumal 22 Spieler vor ihm platziert sind (VORSCHAU: Kaymer will Weg aus der Krise finden).

"Das wird natürlich sehr schwer werden, aber möglich ist es schon. Ich muss mir wieder die Chancen erarbeiten und dann eben die Putts reinmachen. Ich kann nur hoffen, dass ich meine 63 von 2008 wiederholen kann", sagte Kaymer.

Aber selbst eine 63 wird wohl nicht zum Sieg reichen.

Kaymer mit "Triple-Bogey"

Das neue deutsche Golfidol hatte am Samstag vor 10.800 Zuschauern zwar mit einem Birdie begonnen, auf der vierten Bahn erlebte er jedoch einen Einbruch.

Seinen dritten Schlag setzte er ins Wasser, insgesamt benötigte er schließlich auf dem 363 Meter langen Par-4-Loch sieben Schläge - so viel wie am Samstag kein anderer Profi auf dieser Bahn.

Wann er auf der Tour zuletzt einen "so genannten "Triple-Bogey" spielte, daran könne er sich nicht erinnern.

"Die Vier hat mich ein bisschen rausgehauen und zurückgeworfen. Ich habe ein bisschen zu aggressiv gespielt. Das war ein Fehler von mir", äußerte Kaymer selbstkritisch. Ansonsten sei sein Spiel "von den Schlägen her wie am Freitag wieder sehr gut" gewesen.

[kaltura id="0_j5wsx7hw" class="full_size" title="Kaymer trickst auf ungewohntem Terrain"]

Kampfansage von Siem

"Nicht wirklich zufrieden" war Marcel Siem: "Das lief nicht so in meine Richtung. Ich hatte viele Birdie-Chancen, habe die aber nicht verwertet."

Am Sonntag sei aber dennoch noch "alles möglich, wenn die Putts fallen. Ich werde noch aggressiver putten", kündigte der 30-Jährige an: "Ich will in die Top Ten."

Stenson kämpft am fünften Loch

Einen Rückschlag musste auch der nach den beiden ersten Tagen führende Schwede Henrik Stenson hinnehmen.

Stenson gelang an Loch elf das seltene Kunststück eines "Quadruple" - er benötigte auf dem Par-5-Loch gleich neun Schläge.

Er fiel im Klassement auf Rang zehn zurück. Die beste Runde des Tages spielte Garcia mit einer 64.

Langer und Cejka draußen

Kaymer und Siem waren am Samstag die beiden einzigen Deutschen, die noch am Start waren.

13 Deutsche waren am Freitag am Cut gescheitert, unter anderem Altmeister Bernhard Langer aus Anhausen und Alex Cejka.

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