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Martin Kaymer gewann 2010 das PGA Championship und damit ein Major-Turnier © getty

Der deutsche Golfstar setzt beim British-Open-Auftakt ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz. Ein Überraschungs-Duo liegt vorne.

Sandwich/München - Nach seinem besten British-Open-Start darf der deutsche Golfstar Martin Kaymer vom Triumph beim ältesten Turnier der Welt träumen (Highlights ab 23.30 Uhr im TV auf SPORT1).

Der 26 Jahre alte Mitfavorit aus Mettmann spielte bei der 140. Austragung im Royal St. George's Club im englischen Sandwich eine 68 und hatte damit einen Platz in den Top 10 sicher (DATENCENTER: Die Top-Turniere).

"Ich habe den Ball heute gut getroffen, konnte wegen des guten Wetters aggressiv spielen und habe mich sehr gut gefühlt. Ich hätte aber gerne ein, zwei Putts mehr gelocht", sagte Kaymer, der die seit 1860 ausgetragene "Open" als Europäer "unbedingt einmal gewinnen will".

Überraschungs-Duo in Front

Der Weltranglistendritte Martin Kaymer lag mit diesem Ergebnis drei Schläge hinter einem Überraschungs-Duo.

Der Däne Thomas Björn, der erst durch den Verzicht von Vijay Singh (Fidschi) ins 156-köpfige Feld gerückt war, spielte ebenso eine 65 wie der englische Amateur Tom Lewis.

Dahinter folgten mit jeweils 66 Schlägen der Spanier Miguel Angel Jimenez und der US-Amerikaner Lucas Glover.

Kaymers Schwung sitzt

Martin Kaymer, der mit Titelverteidiger Louis Oosthuizen (Südafrika/72) und US-Star Phil Mickelson (70) am Nachmittag auf die Runde ging, unterstrich, dass er seine Schwung-Optimierungen abgeschlossen hat.

Diese Korrekturen hatten ihn in den vergangenen Wochen gebremst (Bericht: Kaymer-Aufholjagd stößt an Grenzen). Die Probleme am Donnerstag lagen eher auf den Grüns. Ein ums andere Mal gingen die Birdie-Putts daneben.

[kaltura id="0_j5wsx7hw" class="full_size" title="Kaymer trickst auf ungewohntem Terrain"]

Langer fällt zurück

"An der 15 und an der 17 hatte ich leichte Putts, das ärgert mich schon ein wenig", sagte Kaymer. Nach einem Bogey an der 6 folgten drei Schlaggewinne an der 7, 11 und 16.

Bernhard Langer, neben Martin Kaymer zweiter Deutscher im 156-köpfigen Feld, spielte am Donnerstag mit einer 75 keine gute Runde und wurde an Loch neun (Par 4) entscheidend zurückgeworfen.

"Ich greife noch einmal an"

Der zweimalige US-Masterssieger, dessen Start wegen einer hartnäckigen Daumenverletzung in Frage stand, benötigte acht Schläge und fiel mit dem Quadruple-Bogey weit zurück. Der Cut dürfte damit nur schwer zu erreichen sein.

Aber der Anhausener will kämpfen: "Ich greife morgen noch einmal an. Heute habe ich schlechte Abschläge gehabt. Dann habe ich mich schwergetan, mich aus diesen Lagen zu retten."

Favoriten schwächeln

Martin Kaymers große Rivalen um den Sieg beim ältesten Golfturnier der Welt kamen nicht so gut aus den Startlöchern.

Die Engländer Luke Donald und Lee Westwood, die die Weltrangliste vor dem Deutschen anführen, gingen ebenso beide mit einer 71 vom 18. Grün wie der US-Open-Champion Rory McIlroy (Nordirland), der damit nach seinem Gipfelsturm von Bethesda wieder auf dem Boden landete.

Für das Comeback am ersten Tag sorgte der US-Profi Dustin Johnson. Der Ryder-Cup-Spieler lag nach zwölf Löchern schon vier über Par, ehe ihm an den Löchern 14 bis 17 drei Birdies sowie ein Hole-in-One am knapp 150 Meter langen 16. Loch glückten.

Nach einem Bogey an der 18 beendete Johnson die Runde mit 70 Schlägen.

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