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Martin Kaymer wurde 2010 zum "Player of the Year" gewählt © getty

Kaymer setzt sich bei den British Open in die Spitze. Bernhard Langer und der Weltranglistenerste müssen die Koffer packen.

Sandwich - Der deutsche Golfstar Martin Kaymer hat den Sieg bei der British Open (Highlights ab 23.30 Uhr im TV auf SPORT1) weiter fest im Visier.

Einer 68er-Runde zum Auftakt (Kaymer legt famosen Major-Start hin), seinem bislang besten Start bei der vierten Open-Teilnahme, ließ der 26-Jährige aus Mettmann am Freitag auf dem Par-70-Platz im Royal St. George's Golf Club im englischen Sandwich eine Runde mit 69 Schlägen folgen und setzte sich damit in der Spitze fest.

Dagegen sind seine beiden ärgsten Rivalen im Kampf um den Golf-Thron bereits ausgeschieden. Der Weltranglistenerste Luke Donald und sein erster Verfolger Lee Westwood scheiterten überraschen am Cut.

"Mein absolutes Lieblingsturnier"

"Die ersten beiden Runden waren ziemlich gut. Ich bin bereit und vorbereitet auf alles", meinte Kaymer selbstbewusst nach einem starken Auftritt: "Ich hatte letzte Woche frei und konnte mich auch mental stärken und vorbereiten. Das ist hier jetzt mit dieser guten Ausgangsposition eine gute Chance. So eine Chance hat man nicht immer bei einer Open. Das ist mein absolutes Lieblingsturnier - und ich will sie nutzen."

Kaymer schob sich vom sechsten Rang weiter nach vorne und hat als Dritter mit 137 Schlägen nur noch einen Schlag Rückstand auf den Nordiren Darren Clarke und Lucas Glover aus den USA, die beide 136 Schläge auf dem Konto haben.

Langer raus und enttäuscht

Dagegen ist Bernhard Langer am Freitag am Cut gescheitert und verließ enttäuscht so schnell es ging die Anlage.

"Mein Spiel war sehr ähnlich wie gestern. Ich habe nur zwei Grüns mehr verfehlt - aber meine Putts waren dafür stark. Vor allem vom Vorgrün aus etwas größerer Distanz kam ich mehrmals sehr nahe an die Fahne", meinte Kaymer: "Ich konnte einige Pars retten - vor allem an der 17 und 18. Das war sehr wichtig, um dort zu bleiben, wo ich bin - oben auf dem Leaderboard. Ich spiele gut, treffe den Ball gut, putte gut und fühle mich auch sehr stark."

[kaltura id="0_j5wsx7hw" class="full_size" title="Kaymer trickst auf ungewohntem Terrain"]

Björn gleichauf mit Kaymer

Der mit einer 65er-Runde gestartete Däne Thomas Björn liegt gleichauf mit Kaymer. Der 40-Jährige aus Silkeborg, als Nachrücker für Vijay Singh (Fidschi) ins Feld gekommen, kam am Freitag mit einer 72 ins Klubhaus.

Der englische Amateur Tom Lewis, wie Björn am ersten Tag mit 65 Schlägen, fiel dagegen durch eine 74er-Runde zurück.

Für Langer, neben Kaymer zweiter Deutscher im 156-köpfigen Feld, ist das Turnier bereits zur Halbzeit beendet.

Nach seiner 75er-Auftaktrunde, bei der dem zweimaligen US-Masterssieger an Loch neun (Par 4) mit acht Schlägen sogar ein Quadruple-Bogey unterlaufen war, kam am Freitag mit einer 73 ins Klubhaus.

Zwei seiner insgesamt vier Bogeys unterliefen dem Altmeister, dessen Start wegen einer hartnäckigen Daumenverletzung in Frage stand, dabei an den beiden letzten Löchern. Am Ende standen für ihn 148 Schläge zu Buche.

Donald und Westwood überraschend raus

Überraschend ausgeschieden sind dagegen die beiden in der Weltrangliste an Position eins und zwei geführten Engländer Donald und Westwood. Donald spielte am zweiten Tag eine enttäuschende 75 und musste sich mit insgesamt 146 Schlägen bereits vorzeitig verabschieden.

Ebenfalls nicht mehr dabei ist Westwood. Der Dritte der US Open spielte nach einer 71 in der zweiten Runde eine 73 und scheiterte damit beim ältesten Golfturnier der Welt am Cut. (DATENCENTER: Die Top-Turniere)

Noch schlimmer erwischte es Graeme McDowell, 2010 US-Open-Champion und Europas Held beim Ryder-Cup-Triump im vergangenen Oktober gegen die USA. Fünf Bogeys und ein Doppel-Bogey bedeuteten eine 77er-Runde und das vorzeitige Aus.

McIlroy steigert sich

Dagegen konnte sich US-Open-Champion Rory McIlroy am zweiten Tag steigern. Nach einer 71er Runde zum Auftakt blieb der Nordire am Freitag eins unter Par und liegt damit nur vier Schläge hinter dem Spitzen-Duo.

Ein Hole-in-One gelang am Freitag US-Altmeister Tom Watson.

Der 61-Jährige, der das Turnier insgesamt fünfmal gewann, versenkte den Ball mit dem Abschlag am sechsten Loch, einem Par 3, aus 163 Metern. Am Donnerstag war dieses Kunststück Watsons Landsmann Dustin Johnson am 16. Loch gelungen.

Insgesamt spielte Watson eine 70 und darf damit auch in den Finalrunden an den Start gehen. Derweil ist der Südafrikaner Retief Goosen nach der ersten Runde ausgestiegen. Der zweimalige US-Open-Sieger klagte über Rückenbeschwerden.

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