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Martin Kaymers Caddy ist Christian Donald (l.), Bruder seines Kontrahenten Luke Donald © getty

Martin Kaymer kommt nach technischen Veränderungen immer besser in Fahrt. Der Rückschlag bei schwierigem Wetter stört ihn nicht.

Sandwich - Martin Kaymer gibt wieder Gas - demnächst sogar gemeinsam mit Sebastian Vettel.

Drei Tage nach dem Großen Preis von Deutschland am Sonntag auf dem Nürburgring wird die deutsche Nummer eins des Golfsports in den Boliden des Formel-1-Königs einsteigen.

"Er vorne - ich hinten. Ich bin gespannt, wie das wird", sagte der 26-Jährige, der auf den Fairways und Grüns selbst wieder Fahrt aufgenommen hat.

Zum großen Coup hat es für Kaymer am Wochenende im englischen Sandwich beim ersten Major-Triumph des Nordiren Darren Clarke noch nicht gereicht (BERICHT: Vom Winde verweht - Kaymers Traum geplatzt).

Mit der Entwicklung zufrieden

Doch auf dem Küstenkurs im englischen Sandwich sah nicht nur Vater Horst als mitfiebernder Fan an der Spielbahn deutlich, dass der Weltranglistendritte nach seinen Schwungveränderungen wieder auf Touren kommt.

Die wochenlange Inspektion in seiner "Golf-Werkstatt" scheint erfolgreich abgeschlossen zu sein.

"Ich bin mit der Entwicklung sehr zufrieden. Diese Woche war okay. Es muss jetzt wieder alles zusammenlaufen, dann funktioniert es wieder", sagte der Rheinländer, ehe er noch am Abend in sein Auto stieg und sich auf die Heimreise nach Mettmann machte.

Zwei Wochen frei

Dem Höhepunkt auf der Insel folgen nun zwei stressfreie Wochen. "Ich habe frei", sagte Martin Kaymer.

Frei - das heißt für einen wie Kaymer zwar nicht wirklich frei, aber zumindest steht kein Turnier auf dem Plan (DATENCENTER: Die Top-Turniere).

Trainiert aber wird allemal. Das Ziel bleibt, den Schwung weiter zu stabilisieren, eine Wiederholbarkeit zu jeder Tages- im Idealfall sogar zu jeder Nachtzeit zu erreichen. "Man muss ihn nachts wecken können, und der Schwung muss da sein", erklärte Kaymers langjähriger Trainer Günter Kessler vor der "Open".

[kaltura id="0_j5wsx7hw" class="full_size" title="Kaymer trickst auf ungewohntem Terrain"]

Typisches englisches Wetter

An den ersten beiden Tagen war sein Schützling voll auf Kurs.

Die Abschläge kamen sicher, die Probleme lagen eher auf den Grüns, wo so mancher Putt nicht fiel.

Am Wochenende dann schlug das Wetter um, starker Wind und teilweise heftiger Regen machten den Spielern das Leben manches Mal zur Hölle. "Es war schon sehr schwierig", sagte Kaymer, der am Schlusstag "zwei bittere Dinger" hatte, "einen Abschlag in den Bunker und einen Drei-Putt".

Damit war der Zug für ihn abgefahren. Am Ende nervte Kaymer dann auch das ständige An- und Ausziehen: "Da habe ich nur noch den Regenschirm genommen."

Rückkehr zu alter Stärke

Ansonsten aber ist die Laune bei Deutschlands bestem Golfer wieder im grünen Bereich, das Selbstvertrauen gewachsen. Schon sein vierter Rang bei der Generalprobe in Paris (French Open) war ein deutliches Zeichen für seine Rückkehr zu alter Stärke.

"Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich wieder vorne mitspielen kann", sagte Martin Kaymer nun in Sandwich.

Als Titelverteidiger nach Atlanta

Erst Anfang August wird Kaymer wieder ins Turniergeschehen eingreifen, doch dann wird es ernst. Nach dem Turnier in Akron/Ohio (4. bis 7. August) reist er als Titelverteidiger zur US-PGA-Championship im Atlanta Athletic Club im Bundesstaat Georgia.

Dort findet vom 11. bis 14. August das vierte und letzte Major-Turnier des Jahres statt, und dort war ihm im Vorjahr - damals auf dem Kurs von Whistling Straits in Wisconsin - der erste Sieg bei einem der vier größten Turniere der Saison geglückt.

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