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Martin Kaymer war nach Bernhard Langer die zweite deutsche Nummer 1 der Weltrangliste © getty

Nach dem versöhnlichen Abschluss von Akron geht Kaymer zuversichtlich an das Projekt Titelverteidigung bei der PGA Championship.

Johns Creek - Auch als die Formkurve in den Keller zeigte, verfiel Martin Kaymer nicht in Panik. Deutschlands Golf-Ass blieb stets die Ruhe selbst.

Mit Erfolg: "Ich denke, ich bin auf einem guten Weg, wieder zu gewinnen", sagte Kaymer wenige Tage vor dem Start der PGA Championship. Dort ging 2010 mit dem ersten Majorsieg der Stern des 26-Jährigen auf. 275271(DIASHOW: Kaymers historischer Sieg)

Das Spielvermögen, dass ihm damals den Sieg sicherte, deutete der Profi aus Mettmann am Sonntag auf den letzten 18 Löchern der Generalprobe in Akron/Ohio wieder an. (BERICHT: Versöhnlicher Abschluss: Kaymer überholt Woods)

Zwar reichte es bei der mit 8,5 Millionen dotierten World Golf Championship noch nicht zum zweiten Saisonsieg. Mit einer 67er-Runde blieb Kaymer auf der Schlussrunde aber drei Schläge unter Par und schob sich noch auf den 29. Platz vor.

Ansteigende Formkurve

"Heute bin ich viel zufriedener als die letzten Tage", sagte Kaymer nach Turnierende: "Endlich gingen einmal ein paar Putts rein." (Golf im TV auf SPORT1: GOLFTOTAL)

Auch die Drives seien besser gewesen. Insgesamt sei er mit dem Ergebnis zwar nicht zufrieden, "aber diese Runde gibt mir auf jeden Fall viel Motivation für nächste Woche", so der Weltranglistendritte.

Ab Donnerstag schlägt Kaymer zwar nicht am Ort, jedoch beim Turnier seines bislang größten Triumphes ab. "Ich war auf einem Golfkurs noch nie so zufrieden mit mir", sagte Kaymer über seinen Major-Sieg.

Leistungstief im April

Es war der erste Erfolg eines Deutschen bei einem der großen vier Turniere, seit Bernhard Langer 1993 zum zweiten Mal das US-Masters gewonnen hatte. (DATENCENTER: Die Top-Turniere)

Bei dem Turnier in Augusta fiel Kaymer Anfang April nach seinem Aufstieg bis an die Spitze der Weltrangliste in ein Leistungstief und verpasste bei der vierten Teilnahme zum vierten Mal den Cut.

Doch von schlechteren Resultaten, auch bedingt durch eine Schwungumstellung, ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen.

Bald wieder in Siegform?

"Ich werde weiter trainieren, dann kann ich wieder gewinnen", hatte sich Kaymer nach dem 31. Rang bei den BMW Open optimistisch gezeigt. Nach einem 39. Platz bei den US Open zeigte sich der 17-malige Turniersieger bei den Open de France mit Rang vier wieder in besserer Verfassung.

Auch die Schlussrunde in Akron gibt Hoffnung, dass Kaymer wie im Vorjahr zu einem starken Saisonschlussspurt ansetzt.

Den Auftakt zur Jagd auf die Weltranglistenspitze machte 2010 der Sieg bei der PGA Championship, die dieses Jahr in Johns Creek/Georgia ausgetragen wird.

Selbstbewusstsein wie nie zuvor

"Das Selbstbewusstsein, dass du durch den Sieg bei einem Major gewinnst, hatte ich nie zuvor, auch wenn ich gut gespielt habe", sagt Kaymer. Der Sieg habe auch über die Entbehrungen einer Profikarriere hinweg getröstet.

Von dem Triumph und dem Aufstieg zum Branchenführer nahm auch die Öffentlichkeit Notiz. Seither wird Kaymer bei Turnieren und im Privatleben von Autogrammjägern bestürmt.

"Sonst liest du diese Dinge nur oder siehst Filme darüber, aber du glaubst nicht, dass es dir passieren wird", sagte der Weltranglistendritte.

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