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Martin Kaymer und Alexander Cejka (r.) treten seit 2007 gemeinsam beim Weltcup an © getty

Das deutsche Duo holt beim Weltcup in Shenzhen Platz zwei. Kaymer schwächelt, doch Cejka behält beim letzten Putt die Nerven.

Shenzhen - Für den 461.000 Euro "schweren" Putt am letzten Loch müsste Deutschlands Golfstar Martin Kaymer seinem Partner Alex Cejka eigentlich ein angemessenes Weihnachtsgeschenk machen. (Golf im TV auf SPORT1: GOLFTOTAL).

Denn als der 40-Jährige auf dem letzten Grün seine Nerven behalten und den kleinen Ball aus rund fünf Metern sicher versenkte, war Platz zwei des deutschen Duos beim 56. Weltcup im chinesischen Shenzhen gemeinsam mit England gesichert.

Statt umgerechnet 314.000 Euro für Rang drei mit vier weiteren Teams durften sich Kaymer/Cejka wie auch die Engländer Ian Poulter und Justin Rose jeweils ein "fettes" Weihnachtsgeld von 775.000 Euro teilen.

USA bauen Rekord aus

Jeweils 266 Schläge hatten Deutschland und England benötigt, zwei mehr als Sieger USA mit Matt Kuchar und Gary Woodland, die dafür sogar 1,8 Millionen Euro erhielten.

Der Rekordgewinner feierte bereits seinen 24. Triumph und den ersten seit elf Jahren, als Tiger Woods und David Duval im Jahr 2000 in Buenos Aires triumphiert hatten.

Erster Podestplatz für Kaymer/Cejka

"Wir freuen uns sehr über den geteilten zweiten Platz und damit unserer bestes World Cup Ergebnis", teilte Alex Cejka nach der Finalrunde mit.

Dreimal war der gebürtige Tscheche zuvor bereits mit dem Weltranglistenvierten Martin Kaymer beim Weltcup angetreten.

Dabei hatte es zu den Plätzen sechs (2007), fünf (2008) und sieben (2009) gereicht. (Datencenter: Golf).

Cejka bügelt Schwächen aus

Nachdem sich Kaymer und Cejka am Samstag im Vierball mit einer tollen 61er-Runde von Rang zehn auf zwei verbessert hatten, war am Schlusstag im klassischen Vierer (ein Ball wird abwechselnd gespielt) auf der bogeyfreien 69er-Runde sogar der dritte deutsche Sieg in der Weltcup-Historie möglich.

Dies lag vor allem an Alex Cejka, der Schwächen seines Partners mit guten Putts und Chips immer wieder ausgleichen konnte.

"Sieg war drin"

"Eigentlich war sogar der Sieg drin, aber wir haben auf der Runde doch den einen oder anderen Schlag liegen lassen. Es hat trotzdem Spaß gemacht für unser Land zu spielen, und eine 'Vize-Weltmeisterschaft' ist ja auch nicht schlecht", sagte Cejka.

An den bisherigen deutschen Siegen war jeweils Bernhard Langer beteiligt, der Anhausener gewann 1990 mit dem Hamburger Torsten Giedeon und 2006 mit dem Ratinger Marcel Siem.

"Big Mcs" verspielen Rang eins

Den dritten Sieg für Irland nach 1958 und 1997 gaben die Topfavoriten Rory McIlroy und Graeme McDowell am Schlusstag überraschend aus der Hand.

Die beiden "Big Mcs" waren mit zwei Schlägen Vorsprung auf die Schlussrunde gegangen, kamen aber nach einem Auf und Ab mit vier Birdies und vier Bogeys sowie einem Strafschlag nur mit einer 72 ins Klubhaus.

Dies bedeutete am Ende Rang vier gemeinsam mit Australien, den Niederlanden und Schottland.

Titelverteidiger Italien mit den Molinari-Brüdern Francesco und Edoardo mussten sich dieses Mal mit Platz 17 (274 Schläge) unter 28 Teams begnügen.

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