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Bernhard Langer wurde 2002 in die World Golf Hall of Fame aufgenommen © getty

Altmeister Bernhard Langer sieht bei den Senior US Open schon wie der sichere Sieger aus. Am Ende jubelt aber ein anderer.

München/Lake Orion - Am Ende huschte Bernhard Langer doch noch ein kurzes Lächeln über das Gesicht - wenn auch ein bitteres.

Das deutsche Golf-Idol hatte bei den Senior US Open mit einem starken Schlussspurt Platz zwei gerettet, den sicher geglaubten Sieg aber verspielt.

Trotz eines Vorsprungs von vier Schlägen vor den letzten 18 Löchern musste Langer in Lake Orion/Michigan dem Engländer Roger Chapman den Vortritt lassen (TV: Golftotal auf SPORT1).

"Es lag an mir. Wäre ich Eins oder Zwei unter geblieben, hätte ich gewonnen, aber dafür habe ich einfach nicht gut genug gespielt", sagte der Anhausener.

Schlussrunde missglückt

Nach einer Serie von Fehlern auf der Schlussrunde vergab Langer seinen zweiten Sieg nach 2010 bei den US Open der Oldies.

Das Unheil hatte bereits auf der zweiten Bahn seinen Lauf genommen. Erst verirrte sich der Abschlag, dann missglückte ein Bunkerschlag - am Ende notierte Langer ein Double-Bogey auf seiner Scorecard.

"Chancen nach links verschoben"

Nach diesem Fehlstart war der zweimalige Masters-Sieger aus dem Tritt, erst am 15. Loch gelang ihm sein erster von drei Birdies des Tages.

Doch eine 72er-Runde und insgesamt 272 Schläge waren zwei Schläge zuviel, um gegen Chapman zu bestehen.

"Ich konnte einfach keine Putts lochen", sagte Langer: "Ich habe meine Chancen entweder nach links verschoben oder zu kurz gelassen. Manche habe ich auch falsch gelesen. Sie wollten einfach nicht rein gehen. Es lief einfach immer schlechter."

Zehnter Top-Ten-Platz

Der Ex-Champion fiel zurück und muss weiter auf seinen 15. Sieg auf der Senior Tour warten (DATENCENTER: Die Turniere im Überblick).

Doch Langer, der sich mit einem Scheck über 145.000 Euro trösten darf, muss sich nicht zu grämen. Immerhin landete er in Michigan bereits zu zehnten Mal in diesem Jahr unter den Top Ten.

Den Sieg vor Augen

Noch am Samstag hatte Langer traumhaftes Golf gespielt.

Nach einer glänzenden 64er-Runde, auf der er Birdie um Birdie gespielt hatte, thronte er mit dem beruhigenden Polster von vier Schlägen Vorsprung auf die Verfolger an der Spitze des Leaderboards. Der Sieg schien zum Greifen nah, doch Langer packte nicht zu.

"Ich habe wirklich nicht daran gedacht, dass Bernhard noch zurückfällt", sagte Fred Funk (USA), der wie Langer das mit 2,6 Millionen US-Dollar dotierte Turnier auf dem zweiten Platz beendete.

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