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Tiger Woods wurde erstmals 1997 zur Nummer 1 der Weltreangliste © getty

Bei den British Open peilt Tiger Woods nach vierjähriger Durststrecke seinen 15. Major-Triumph an. Doch erzwingen will er nichts.

Lytham - Es könnte ein emotionales Wochenende werden für Tiger Woods.

Bei den 141. British Open in Lytham peilt der Golf-Superstar den Major-Sieg an, seinen ersten nach vierjähriger Durststrecke - er wäre gleichbedeutend mit dem Sprung an die Spitze der Weltrangliste.

Ein Sieg am Sonntag, und die Rückkehr auf den Thron wäre nach 629 Tagen perfekt (TV: Golftotal auf SPORT1)..

"Ich weiß, wie man Majors gewinnt", sagt Woods selbstbewusst: "Ich habe das jahrelang gemacht. Seit 2008 hat es leider nicht mehr geklappt, solche Phasen müssen wir alle durchlaufen."

Absturz auf Rang 52

Am 1. November 2010 hatte der Brite Lee Westwood den "Tiger" vom Thron gestoßen - nach fünf Jahren und insgesamt 281 Wochen an der Spitze wurde Woods damals vom Gejagten zum Jäger.

In der Folge rutschte Woods im Ranking weit ab, war zwischenzeitlich die Nummer 52.

Mittlerweile hat er sich auf Rang vier zurückgearbeitet. An der Spitze steht der Engländer Luke Donald.

Drei Siege im Jahr 2012

Auf der britischen Insel könnte die Durststrecke nun enden. Am 1. Juli gewann Woods in Bethesda den dritten Titel 2012 nach Erfolgen in Dublin und Orlando (DATENCENTER: Die Turniere im Überblick).

Es war sein 74. Sieg auf der US-Tour, damit überholte er in der "ewigen" Siegerliste die amerikanische Legende Jack Nicklaus und schob sich auf Rang zwei hinter Sam Snead (82 Titel) vor.

Favorit bei Buchmachern

Nun soll wieder ein großer Erfolg her. Bei den Buchmachern ist Woods mit einer Quote von 10,00 Favorit vor Westwood (17,00) und dem Iren Padraig Harrington (19,00).

Eile verspürt der Amerikaner jedoch nicht, eher Freude über seine Gesundheit. "Ich habe vier Majors verpasst, weil ich verletzt war. Das war nicht besonders schön", sagte Woods.

Mittlerweile sei er aber wieder völlig fit.

Zweimal am Cut gescheitert

12 Majors spielte Woods seit seinem Sieg bei der US Open im Juni 2008, dem bis dato letzten bei einem der vier Top-Turniere.

Zweimal scheiterte er dabei am Cut, viermal verpasste er die Top 20. Sechsmal schaffte er es unter die besten Sechs.

Mehr Tiefe im Starterfeld

Schwieriger sei es geworden bei den großen Turnieren.

Ob US Open, British Open, PGA Championship oder das US Masters - allein die Tatsache, dass es bei den 15 vergangenen Turnieren 15 verschiedene Sieger gegeben habe, zeige die Leistungsdichte.

"Die Starterfelder haben mehr Tiefe, da gibt es keinen Zweifel", sagt Woods: "Wenn du gewinnen willst, brauchst du eine heiße Woche zur richtigen Zeit. Mehr Spieler als jemals zuvor haben die Chance, Major-Sieger zu werden."

Vier Titel fehlen auf Nicklaus

Auch wenn am Sonntag alles gelingen sollte, der Sieg und die Rückkehr auf den Golf-Thron, wartet danach noch eine ganz große Marke.

14 Major-Titel hat Woods bislang gesammelt. Noch vier fehlen, um Nicklaus auch in diesem Ranking einzuholen: Mit 18 Majors führt dieser die Bestenliste an.

Woods, mittlerweile 36 Jahre alt, verspürt auch hier keinen Zeitdruck: "Ich habe noch viele erfolgreiche Jahre vor mir. Wenn ich oft genug meine Leistung bringe, dann werde ich auch Majors gewinnen."

Nicklaus holte seinen letzten großen Titel 1986 - mit 46 Jahren.

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