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Bernard Langer konnte das Masters in den Jahren 1985 und 1993 für sich entscheiden © getty

Bei seinem 30. Masters-Auftritt spielt der Oldie eine 71er-Runde. Kaymer ist in Reichweite des Cut. Woods ist in Lauerstellung.

Augusta/München - Nach gemeinsamen Trainingsrunden und freundschaftlichen Tipps hat Jubilar Bernhard Langer ernst gemacht und es seinem Nachfolger Martin Kaymer zum Auftakt des 77. US Masters noch einmal gezeigt.

Der zweimalige Triumphator, der an der berühmten Magnolia Lane in Augusta/Georgia zum 30. Mal seit seinem Debüt 1982 am Start ist, spielte auf der malerischen Par-72-Anlage eine gute 71er-Runde und war als 23. einen Schlag besser als der derzeit beste deutsche Profigolfer.

Cut für Kaymer in Reichweite

Aber auch Kaymer darf sich auf Position 33 berechtigte Hoffnungen machen, wie im Vorjahr den Cut nach zwei Runden zu schaffen (701700DIASHOW: US Masters in Augusta).

"Mein Ziel war es, den Cut zu schaffen. Und das ist möglich", sagte Bernhard Langer, dem mit einem Birdie an Loch 1 ein perfekter Start glückte.

An Loch 14 lag der 55 Jahre alte Anhausener, der 1985 und 1993 in Augusta gewonnen hatte, sogar mit zwei unter auf Position 13, ehe ihn ein Bogey an der 17 zurückwarf (DATENCENTER: Turniere und Ergebnisse).

Langer stark mit dem Eisen

Langer, der aufgrund seiner geringen Schlaglänge deutliche Nachteile im Vergleich mit der jüngeren Konkurrenz hat, glich dieses Manko mit seinem guten Eisenspiel wieder aus.

"Ich spiele derzeit auf einem sehr hohen Niveau", sagte Langer. Ein Sieg, zwei zweite Plätze sowie Platz eins in der Saisonwertung der US-Champions-Tour für Spieler "Ü50" sind klare Indizien dafür.

Von solchen Erfolgen ist Martin Kaymer derzeit noch etwas entfernt, und auch der Start in sein sechstes Masters verlief mit Bogeys an der 2 und 4 alles andere als vielversprechend.

Mit einem Birdie an der 6 und einem Eagle an der 8 schaffte der 28-Jährige jedoch die Wende und kam wie der Weltranglistenzweite Rory McIlroy (Nordirland) mit einer soliden 72 ins Klubhaus.

Oosthuizen braucht 74 Schläge

Damit war Kaymer nicht der Schwächste in seinem hochkarätig besetzten Flight.

Der dreimalige Turniersieger Phil Mickelson (USA) quittierte wie Langer eine 71, der ehemalige British-Open-Champion Louis Oosthuizen (Südafrika) benötigte 74 Schläge.

An der Spitze des mit 8,0 Millionen Dollar (umgerechnet etwa 6,1 Millionen Euro) dotierten ersten Majors 2013 lagen mit jeweils 66 Schlägen der Australier Marc Leishman und Sergio Garcia aus Spanien.

Woods in Lauerstellung

Topfavorit Tiger Woods (USA), der in Augusta bereits viermal triumphiert hatte, folgte mit der Unterstützung seiner neuen Freundin Lindsey Vonn vier Schläge hinter dem Spitzenduo auf Platz 13 (BERICHT: Tiger fährt die Krallen aus).

Die alpine Ski-Königin präsentierte sich erstmals seit Bekanntwerden der Beziehung im März an der Seite des Tigers.

"Das war ein guter Anfang. Ich bin nur vier Schläge zurück", sagte Woods, der bei 19 Masters-Starts nur einmal weniger Schläge (68 Schläge/2010) auf den ersten 18 Löchern benötigt hatte.

Für das erste sportliche Highlight in der Kathedrale des Golf sorgte der Waliser Jamie Donaldson, dem auf der sechsten Bahn (Par 3) ein Hole-in-One gelang.

Am Ende standen für ihn 74 Schläge auf der Scorecard. Einen Schlag weniger verbuchte der Chinese Guan Tianlang, mit 14 Jahren der jüngste Starter der Masters-Geschichte.

Teenie Guan mit Auftakt zufrieden

"Ich habe ganz gutes Golf gespielt, das fühlt sich großartig an", sagte der Teenager, der laut eigenem Bekunden "überhaupt nicht nervös" war.

Guan hat wohl auch die gemeinsame Proberunde mit Tiger Woods geholfen.

"Er hat sehr viel mit mir geredet", hatte der Shootingstar nach den 18 Löchern am Montag erklärt.

Der ein oder andere Rat des Weltranglistenersten dürfte angekommen sein. Guan war am Donnerstag 14 Jahre, 5 Monate und 17 Tage alt.

Damit brach er den Altersrekord des italienischen Jungstars Matteo Manassero (16 Jahre, 11 Monate und 16 Tage).

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