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Martin Kaymer spielt seine siebten US Open © getty

Martin Kaymer sorgt bei den 114. US Open für Furore. Der Golfstar beeindruckt die Konkurrenz und könnte für ein Novum sorgen.

Pinehurst - Am Vormittag verfolgte Deutschlands Golfstar Martin Kaymer die Konkurrenz entspannt vor dem Fernseher, am Nachmittag legte er einen Traumstart hin.

32 Tage nach seinem Triumph bei der Players Championship setzte sich der 29-Jährige aus Mettmann zum Auftakt der 114. US Open in Pinehurst/North Carolina mit einer 65er-Runde souverän an die Spitze des Feldes und nahm seinen zweiten Major-Erfolg ins Visier.

"Ich hätte nie gedacht, dass ich auf diesem Platz so eine Runde spielen kann", sagte Kaymer, der sich mit seiner Gala vor allem selbst verblüffte.

Ein bisschen Stolz schwang auch mit. Zu Recht.

Flightpartner Keegan Bradley, der eine ansehnliche 69 spielte, verneigte sich vor Kaymer: "Das war eine der besten Runden, die ich jemals gesehen habe."

"Ich flippe jetzt nicht aus"

Die Konkurrenz ließ Kaymer weit hinter sich. Das zweitplatzierte Quartett Graeme McDowell, Brendon De Jonge sowie Fran Quinn und Brandt Snedeker lag schon drei Schläge hinter dem US-PGA-Champion von 2010 zurück.

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"Ich flippe jetzt nicht aus. Ich habe mich lediglich in eine gute Position gebracht", sagte der Rheinländer.

Wenn andere mehr daraus machen wollten, wäre das "schön, aber für mich ist es nur ein großartiger Start in eine der wichtigsten Wochen des Jahres".

Mickelson mit Rückstand

Achtbar schlug sich aus dem vierköpfigen deutschen US-Open-Rekordaufgebot auch Marcel Siem.

Der Ratinger blieb auf dem Par-70-Kurs Pinehurst No. 2 auf Platzstandard und rangierte wie der fünfmalige Major-Gewinner Phil Mickelson auf Platz 16.

Alex Cejka lag wie der Weltranglistenerste Adam Scott auf Position 68.

Lehrgeld musste Major-Debütant Maximilian Kieffer zahlen.

Der Düsseldorfer kam nach fünf Bogeys, einem Doppel-Bogey und nur einem Birdie mit einer 76 ins Klubhaus.

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Damit befand sich der 23-Jährige in bester Gesellschaft, auch US-Masters-Sieger Bubba Watson blieb sechs über Par. "Der Platz war heute besser als ich", sagte Watson lapidar.

Dem "Biest" den Zahn gezogen

Das musste Kaymer nicht behaupten.

Deutschlands bester Golfer zog dem "Biest" mit einem Birdie an der 1 gleich den ersten Zahn, weitere folgten an der 5, 10, 14, 16 und 17.

Nur an der 7 büßte Kaymer einen Schlag ein. "Das war ein gutes Finish mit vier guten Putts. Ich habe nicht viele Fehler gemacht", bilanzierte Kaymer, der einen Fluch beenden könnte.

Noch nie hat ein Players-Champion im gleichen Jahr die US Open gewonnen.

In Pinehurst hat Kaymer auf jeden Fall schon Einzigartiges geschafft. Er ist der erste Spieler, der nach einem Erfolg bei der Players auch in North Carolina nach dem ersten Tag alleine führte.

Ganz neue Ziele

Und mit einer 65 hat in Pinehurst, zum neunten Mal Austragungsort der US Open, auch noch niemand begonnen.

Kaymer dürfte wohl auch seine eigene Prognose überbieten.

"Jemand hat mich zu Wochenanfang gefragt, mit was für einem Score ich das Turnier beende. Ich habe gesagt, mit acht über Par", erklärte er.

Dazu würden ihm bereits drei 74er-Runden genügen.

Inzwischen hat Kaymer ganz andere Ziele.

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