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Die Masters-Siege 1985 und 1993 waren Langers einzige Erfolge bei Major-Turnieren © getty

Die beiden Deutschen spielen am zweiten Tag des Masters über Par, scheitern am Cut und hadern. Auch Tiger Woods fällt zurück.

Augusta - Vom Winde verweht wurden die Hoffnungen der beiden deutschen Golfprofis Bernhard Langer und Martin Kaymer auf den Cut beim 73. US Masters in Augusta/Georgia.

Während der zweimalige Sieger Langer bei seiner 27. Teilnahme zum vierten Mal in Folge die Qualifikation für die beiden Schlussrunden verpasste, ereilte Newcomer Kaymer bei böigen Winden von bis zu 50 Stundenkilometern auch bei seiner zweiten Teilnahme in der "Kathedrale des Golf" das vorzeitige Aus.

"Es hat ganz schön geblasen", sagte der Anhausener Bernhard Langer, der mit einer guten 70 gestartet war (Langer Kopf an Kopf mit dem Tiger), aber nach einer 80 am Freitag den Cut um fünf Schläge verpasste.

"Ich habe viel erwartet"

"Der Wind kam nicht konstant aus einer Richtung. Deshalb war es sehr schwer, damit zurechtzukommen", sagte der 51-Jährige nach einer Runde mit sieben Bogeys, einem Doppel-Bogey (Loch 13) und nur einem Birdie (8). Als Caddie an seiner Seite fungierte erneut sein Sohn Stefan.

Martin Kaymer verpasste den Cut nach einer 76 mit insgesamt 147 Schlägen um zwei Schläge, haderte zwar anschließend auch mit den äußeren Bedingungen, vor allem aber mit seinem Spiel auf den Grüns.

"Ich habe sehr gut gespielt, aber schlecht geputtet", sagte der 24-Jährige aus Mettmann, "ich hatte heute viele Drei-Putts. Und so viele kurze Putts vorbei zu schieben, das ist schon bitter. Ich bin enttäuscht, denn ich habe viel erwartet."

Perry schließt zu Campbell auf

Sauer war auch Tiger Woods nach seiner zweiten Runde. Anstatt ganz vorne auf dem Leaderboard zu stehen und die Konkurrenz in Schrecken zu versetzen, fand sich der Weltranglistenerste nach einer 72 mit insgesamt 142 Schlägen nur noch auf dem 19. Platz wieder.

Sein Rückstand auf die gemeinsamen Spitzenreiter Chad Campbell und Kenny Perry (beide USA) betrug bereits sieben Schläge.

Als Dritter folgte mit 136 Schlägen der ehemalige US-Open-Sieger Angel Cabrera (Argentinien). Bester Europäer war als geteilter Sechster der Spanier Sergio Garcia (140).

Woods gibt nicht auf

"Die Bedingungen waren hart", erklärte Tiger Woods, der auf dem Platz zum Teil wechselweise Birdies und Bogeys spielte und die Runde wie am Vortag an der 18 mit einem Bogey beendete.

"Es war nicht nur schwierig, weil der Wind stark war, sondern weil sich die Bedingungen immer wieder geändert haben", sagte der Gewinner von 14 Major-Titeln (Woods siegt nach furiosem Finish), der erst Ende Februar nach einer achtmonatigen Pause in Folge einer Knieoperation in der Turnierzirkus zurückgekehrt war.

Dennoch glaubt Woods daran, den Rückstand noch aufholen können: "Das ist möglich. Man muss klug spielen. Man kann Birdies spielen, wenn man den Wind richtig einschätzt und einen guten Schlag spielt."

Immelman weit abgeschlagen

Die Statistik aber spricht gegen den Branchen-Primus. Bisher gelang es beim Masters erst zwei Spielern, das Turnier noch zu gewinnen, wenn sie bei Halbzeit nicht schon unter den Top 5 lagen. Nick Faldo (England) 1990 und Mark O Meara (USA) 1998. 90544(DIASHOW: Die Masters-Legenden)

Keine Chance mehr auf eine erfolgreiche Titelverteidigung hat der Südafrikaner Trevor Immelman. Der Überraschungssieger von 2008 fiel nach einer 74er-Runde mit 145 Schlägen auf den 42. Platz zurück.

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