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Nach 20 Jahren Profikarriere - "El Pato" Angel Cabrera im grünen Jacket © getty

Der Argentinier Angel Cabrera entscheidet das US-Masters im Stechen für sich. Tiger Woods Aufholjagd kommt zu spät.

Von Rainer Nachtwey

München/Augusta - Der Argentinier Angel Cabrera hat als erster Südamerikaner das US Masters in Augusta gewonnen.

Der 39-Jährige setzte sich bei der 73. Ausgabe des Turniers im Bundesstaat Georgia im Stechen am zweiten Extraloch gegen die US-Amerikaner Kenny Perry und Chad Campbell durch.

Alle drei Spieler hatten nach vier Runden 276 Schläge auf dem Konto.

"Es ist ein Kurs, auf dem man viele Bogeys, aber auch viele Birdies spielen kann. Hier passieren sehr schnell ein paar magische Dinge, die alles verändern können. Es ist einfach das Masters", lobte der Sieger den Platz.

Duo verspielt Führung

Cabrera war schlaggleich mit Perry und mit zwei Schlägen Vorsprung auf Campbell in den Schlusstag gegangen.

Durch 71er-Runden verspielte das führende Duo die Führung auf Campbell.

Perry lobt Cabrera

Besonders bitter war es für Kenny Perry, der den Sieg schon vor Augen auf den letzten beiden Löchern mit je einem Bogey noch herschenkte.

"Ich werde diese Chance wahrscheinlich nie mehr wieder bekommen", trauerte Perry der verpassten Möglichkeit nach, "aber es hat mir trotzdem viel Spaß bereitet. Ich hatte das Turnier schon so gut wie gewonnen und habe dennoch verloren. Angel hat nie aufgegeben und immer an seine Chance geglaubt. Ich bin sehr stolz auf ihn."

Woods zieht die Blicke auf sich

Cabrera feierte seinen zweiten Major-Titel nach dem Gewinn der US Open 2007. Dennoch erhielt das Trio auf der Schlussrunde weit weniger Aufmerksamkeit.

Denn Tiger Woods schob sich mit einer 68er-Runde noch auf den geteilten sechsten Platz vor. (90544DIASHOW: Die Masters-Legenden)

Der Superstar und Phil Mickelson, der mit einer 67 noch auf Rang fünf landete, zogen das meiste Publikum an. "Es hat so gut wie niemand den Führenden zugesehen", zeigte sich der Ire Padraig Harrington überrascht.

Deutsche scheitern am Cut

Gemeinsam mit John Merrick, Steve Flesch und Steve Stricker hatte Woods nach 72 Löchern vier Schläge Rückstand auf Cabrera.

Die deutschen Teilnehmer Martin Kaymer aus Mettmann und Bernhard Langer (Langer und Kaymer vom Winde verweht) waren bereits nach zwei Runden am Cut gescheitert.

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