Die Beschränkungen für Medien bei der mit Spannung erwarteten Rückkehr von Tiger Woods in die Öffentlichkeit schlugen schon vor dem Auftritt des Golf-Superstars hohe Wellen.

Die Vereinigung der US-Golfjournalisten GWAA entschloss sich zu einem Boykott der Veranstaltung in Ponte Vedra Beach, um gegen die Zulassung nur handverlesener Journalisten und das bereits vor Beginn ausgesprochene Frageverbot zu protestieren.

"Unsere Position ist ganz einfach: Alles oder nichts. Das ist ein wichtiges Thema von internationaler Bedeutung. Journalisten darin zu beschränken, Woods bei diesem Ereignis erleben, hören, sehen und fragen zu können, rüttelt an den Grundfesten unseres Berufsstandes", begründete GWAA-Chef Vartan Kupelian im Namen seiner 950 Mitglieder zählenden Organisation die Entscheidung des Verbands-Vorstands.

Das GWAA-Board hatte sich mit 19 Stimmen bei vier Gegenstimmen und drei Enthaltungen für einen Boykott des Woods-Termins durch seine Mitglieder ausgesprochen. Laut Kupelian hatte das Woods-Management ursprünglich neben drei Vertretern von Nachrichtenagenturen lediglich drei weiteren GWAA-Angehörigen die Teilnahme ermöglichen wollen.

Auch eine Aufstockung des GWAA-Kontingentes auf sechs Journalisten wies der Verbands-Chef als unzureichend zurück. Nicht zugelassene Journalisten sollten die Erklärung von Woods im Konferenzzentrum eines nahe gelegene Hotels per Video-Leitung verfolgen können und später zusätzliche Informationen bekommen.

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