Bernhard Langer hat die Politik nach der gescheiterten Beteiligung des Bundes und der bayerischen Staatsregierung an der Lizenzgebühr für die deutsche Ryder-Cup-Bewerbung 2018 harsch kritisiert.

"Ich habe mir mehr Unterstützung von den Politikern erhofft. Ich verstehe nicht, warum sie so kleinkariert denken. Sie schaden nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Wählern und unserem Land", sagte Langer vor dem außerordentlichen Verbandstag des Deutschen Golf Verbandes (DGV).

Der sechsmalige Ryder-Cup-Spieler Langer warf den Entscheidungsträgern Kurzsichtigkeit vor und verwies auf die Nachhaltigkeit des Prestigeduells zwischen den besten Golfern aus den USA und Europa.

"Wir könnten Deutschland weltweit präsentieren, für den Tourismus interessant machen. Wenn man zehn Millionen investiert, fließen 60 bis 80 Millionen zurück. Jeder Geschäftsmann würde da sofort zusagen", sagte der 53-Jährige.

Der frühere Weltranglistenerste Langer ist die Leitfigur der Bewerbung.

Nachdem der Bund eine Beteiligung an den Kosten für die Lizenz in Höhe von 18 Millionen Euro verweigert hatte, machte Ende Oktober auch die Regierung des Freistaats Bayern einen Rückzieher. Sie hatte ihre Beteiligung an einen finanziellen Beitrag des Bundes gekoppelt.

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